Bereits zum vierten Mal fand  der Informationsabend „Berufliche Zukunft“ an der Sophie La Roche-Realschule (SLRR) in Bönnigheim statt, der Schüler auf ihrem Weg zur Berufswahl unterstützen soll. Zwölf schuleigene Elternexperten, fünf weiterführende Schulen aus den Landkreisen Ludwigsburg und Heilbronn sowie acht regional ansässige Betriebe gestalteten ein buntes Angebot, heißt es in einer Mitteilung der Schule.

Der Abend begann um 19 Uhr mit einer Ansprache von Schulleiter Mirko Samietz und der Elternbeiratsvorsitzenden Bettina Drevensek, welche die rund 120 Schüler sowie die anwesenden Betriebe und Referenten willkommen hießen.

Drei Berufsfelder ausgewählt

Die Beauftragte für Berufsorientierung (BO) Andrea Kübler erklärte im Anschluss den Ablauf des Abends. Dieser bestand darin, dass sich die Schüler an drei selbstgewählten Informationsrunden zu je 25 Minuten über das jeweilige Angebot informieren konnten. Im Vorfeld hatten sie hierfür eine Auswahl aus den angebotenen Berufsfeldern und weiterführenden Schulen getroffen und erhielten nun alle einen individualisierten Laufzettel für den Abend.

Ein Novum des diesjährigen Abends bestand darin, dass neben den neunten Klassen des M-Niveaus, die auf den Realschulabschluss zusteuern, auch erstmalig eine achte Klasse des G-Niveaus anwesend war. Diese Schüler verlassen die Schule bereits am Ende der neunten Klasse mit dem Hauptschulabschluss und müssen sich dementsprechend schon ein Jahr früher beruflich orientieren, als ihre gleichaltrigen Mitschüler.

In diesem Schuljahr konnten die Kreissparkasse Ludwigsburg, die Amann Group, die Firma Schunk, die IBB Bönnigheim, die Firma Konzelmann, die Sozialstation Bönnigheim, das Ingenieurbüro SSIFT und Netze BW für den Abend gewonnen werden. Zudem präsentierten mit der Mathilde-Planck-Schule und der Carl-Schäfer-Schule zwei weiterführende Schulen aus den Landkreisen Ludwigsburg sowie mit der Gustav-von-Schmoller-Schule, der Johann-Jakob-Widmann-Schule und der Andreas-Schneider-Schule drei Heilbronner Schulen die möglichen Bildungswege nach der Realschule.

Berufserfahrungen vermittelt

Als Experten für ihren Beruf waren in diesem Jahr zwölf Eltern anwesend, welche die verschiedensten Berufe vorstellten und ihre Berufserfahrungen mitteilten. So konnte man beispielsweise bei Mushin Bilici erfahren, wie die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker abläuft und welche Voraussetzungen ein Bewerber erfüllen muss.

Er erklärte den anwesenden Jungen: „Automechaniker bedeutet nicht nur schrauben oder ein Rad runtermachen. Die neueren Autos heutzutage haben viel Elektronik verbaut. Wenn jetzt ein Kunde kommt und sagt, dass kein Ton aus dem Lautsprecher komme oder es krächze, dann must du wissen, wie und wo die Lautsprecher verbaut sind.“

Referentin Nida Emekse zeigte wortwörtlich hautnah, was es bedeutet eine Medizinische Fachangestellte zu sein: Sie hatte ihren Mann und ihre Tochter mitgebracht, bei denen sie Blut abnahm und den Blutzuckergehalt bestimmte. „Das mache ich bestimmt zehnmal am Tag“, erklärte sie lachend. Außerdem rufe sie die Patienten auf und mache zunächst eine Anamnese: „Ich bereite so viel wie möglich vor, damit der Arzt nicht mehr so viel machen muss.“

Für alle Referenten, gab es zudem die Möglichkeit sich im Experten-Café zu stärken, welches von engagierten Eltern vorbereitet und betreut wurde.

Der Abend wurde abgeschlossen mit dem Dank an alle Beteiligten, vor allem auch den zahlreichen Helfern, durch die Elternbeiratsvorsitzende Bettina Drevensek. Sie bedankte sich außerdem besonders bei Andrea Kübler, welche mit ihr gemeinsam den Abend organisiert hatte. Durch diese gelungene Veranstaltung konnte ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Zielberuf erreicht werden, welcher die umfangreiche Berufsnavigation der mit dem Berufswahlsiegel „BoriS“ ausgezeichneten Schule ergänzt, teilt die SLRR mit.