Einweihung Endlich wieder draußen spielen

Am Wochenende wurden die beiden Spielplätze am erweiterten Kindergarten in Freudental eröffnet. Umbau und Sanierung kosteten die Kommune 730 000 Euro.
Am Wochenende wurden die beiden Spielplätze am erweiterten Kindergarten in Freudental eröffnet. Umbau und Sanierung kosteten die Kommune 730 000 Euro. © Foto: Uwe Deecke
Freudental / Von Uwe Deecke 13.06.2018

Lange hatten die Kinder warten müssen auf ihren Spielplatz im Außenbereich des Kindergartens Taubenstraße. Trotz des schönen Wetters, das draußen zum Spielen einlud, wie Bürgermeister Alexander Fleig am Samstag bei der Einweihung bedauerte, konnten sie nicht draußen spielen. Doch nun ist der Spielplatz fertig geworden, nachdem letzte Woche noch schwere Maschinen am Werk waren.

Umfangreiche Baumaßnahmen

Der Umbau und die Sanierung des Kindergartens haben die Kommune 730 000 Euro gekostet, 420 000 Euro kamen an Zuschüssen. Dafür wurden das Bestandsgebäude und das Dach saniert sowie ein Anbau realisiert, um für eine zusätzliche U3-Gruppe Platz zu schaffen. Zusätzlich bekam der Bau eine Photovoltaikanlage auf das neue Dach. (die BZ berichtete). Um die umfangreichen Baumaßnahmen durchzuführen, waren die Kinder im letzten Jahr übergangsweise in der Schönenberghalle und der dortigen Gaststätte samt Nebenräumen untergebracht. Geplant war ursprünglich der Einzug nach den Sommerferien, was sich dann verzögert hatte. Seit November sind sie nun in den neuen Räumlichkeiten, mit einem halben Jahr Verzögerung sind jetzt auch die Spielplätze fertig geworden.

Um die zusätzliche U3-Gruppe im Anbau betreuen zu können, war der größere Außenbereich erforderlich. Das konnte aber nur realisiert werden, indem man einen Teil des beliebten öffentlichen Spielplatzes den Kindergartenkindern zur Verfügung stellte. Nun ist der öffentliche Spielplatz deutlich kleiner geworden und mit einem Metallzaun samt Tür abgetrennt vom Kindergartengelände. Entstanden ist im öffentlichen Teil ein kleiner Hügel samt Klettermöglichkeit und Rutsche, erneuert wurde dabei die kaputte Schaukel. Im Außenbereich des Kindergartens gibt es eine Nestschaukel, eine „Autobahn“ für kleine Fahrgeräte und eine naturnahe Kletteranlage aus Holz, einem Unikat der Firma Starkholz, die auch die jüngste Kletteranlage am Freudentaler Birkenwald gebaut hatte. Ein Teil des Kindergartenbereichs ist mit einem Sonnensegel überspannt und es gibt ein paar Bäume, die im Sommer Schatten spenden.

„Es waren viele Fragen zu klären“, sagte Bürgermeister Fleig bei der Eröffnung, auf die alle gewartet hatten. „Der Kindergarten wird auch den öffentlichen Spielplatz nutzen können“, erklärte Fleig am Samstag. Der Gemeinderat habe sich einen Kostendeckel gesetzt, der gehalten und sogar leicht unterschritten wurde. Rund 110 000 Euro kosteten unterm Strich die Außenanlagen in der Taubenstraße.

Fleig bedankte sich bei Planern und den Firmen, die sehr gut gearbeitet hätten und im Zeit- und Kostenrahmen geblieben seien. Er dankte dabei auch der Bruker-Stiftung, die die Anschaffung der Spielgeräte unterstützt hatte.

Noch fehlen die Sitzgelegenheiten und Mülleimer, und auch das Gras ist kaum angewachsen. Doch das konnte die Kinder am Samstag nicht davon abhalten, ihre Spielplätze endlich in Besitz zu nehmen. Bewirtet wurde die Eröffnung vom Kindergarten-Team und dem Elternbeirat mit Kaffee und Kuchen.

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