Schule Eine Vorliebe für Blas- und Streichinstrumente

Das Abschlusskonzert der Bläser- und der Streicherklasse war am Donnerstagabend der Auftakt zum Kulturwochenende der Musikschule und des Musikvereins.
Das Abschlusskonzert der Bläser- und der Streicherklasse war am Donnerstagabend der Auftakt zum Kulturwochenende der Musikschule und des Musikvereins. © Foto: Susanne Yvette Walter
Bönnigheim / Susanne Yvette Walter 01.07.2017

Mit kleinen und feinen Werken von großen Meistern verabschiedeten sich am Donnerstagabend die 17. Bläser- und die 5. Streicherklasse am Ende ihrer Grundschulzeit  in der Turn- und Festhalle.

Nach zwei Jahren Bläser- oder Streicherklasse wollen viele Kinder jetzt weiter üben auf ihrem Instrument. Die Gemeinschaft im Orchester ist ebenfalls beliebt, dass viele sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen können. „Wir wären als Stadtkapelle Bönnigheim überhaupt nicht existent ohne unsere Nachwuchsarbeit. Über die Bläserklassen kommt seit vielen Jahren schon der Nachwuchs in die Stadtkapelle“, sagt Stadtmusikdirektor Rainer Falk.

Was die Jungen und Mädchen in den ersten zwei Jahren ihres Musikerdaseins in der Gruppe gelernt haben, zeigten sie beim Konzert am Donnerstagabend: Das Zusammenspielen in der Gruppe, das Aufeinanderhören und das spielerische Umwandeln von schwarzen Notenpunkten zu Meldodien. Zwei stechen besonders ins Auge: Mika Sommer und Juan Luca Drinks. Sie haben das Fagott für sich entdeckt, ein Instrument, das eigentlich erst im Teenageralter in Frage kommt. Doch dafür gibt es das Fagottino, und die Bönnigheimer Musikschule hat sich mit der Anschaffung solcher Kinder-Instrumente darauf eingestellt, dass das Einstiegsalter sinkt.

„Ich war auf der Suche und da entdeckte ich die Tuba. Herr Falk lobte mich für meinen guten Ton und deshalb habe ich mich für die Tuba entschieden“, lässt Philipp Unz wissen. Ayla Öncel sagt: „Ich wollte schon immer Geige spielen.“ Mette Altmann hat ebenfalls ihre Liebe zum Streichinstrument entdeckt. Kyra Lorkowski mag an der Bratsche, dass sie „nicht so hoch und nicht so tief ist“ und Nathalie Hirsch ist begeistert von der Vielseitigkeit der Klarinette. „Am Anfang war es unheimlich schwer, überhaupt nur einen Ton herauszukriegen, aber mein Bruder hat das geschafft, und ich habs dann auch hingekriegt“, schmunzelt sie heute. In der Musikschule nun haben alle die Möglichkeit bei einem persönlichen Instrumentallehrer weiterzumachen.