Ganerbenfest Eine rein Bönnigheimer Kunstausstellung

Von links: Claudia Queisser mit einer Fotografie von Petra Frenzel, Roswitha Mann mit einem ihrer eigenen Werke und Ulrike Staudenrausch mit einem Gemälde ihres Vaters Alfons Hattler.
Von links: Claudia Queisser mit einer Fotografie von Petra Frenzel, Roswitha Mann mit einem ihrer eigenen Werke und Ulrike Staudenrausch mit einem Gemälde ihres Vaters Alfons Hattler. © Foto: Martin Kalb
Bönnigheim / Gabriele Szczegulski 20.07.2018

„Wahrhaftig Bönnigheimer Sommerkunst“ heißt die Ausstellung, die während des Ganerbenfests im Burgplatzkeller mit Künstlercafé vom Kulturfenster veranstaltet wird. Und hier ist auch drin, was drauf steht. Zum ersten Mal in der Geschichte der Ausstellungen des Kulturfensters galt die Beschränkung: „Nur wer in Bönnigheim, Hofen und Hohenstein wohnt, darf seine Kunst ausstellen“, sagt die Vorsitzende des Kulturfensters, Claudia Queisser.

Die Resonanz war enorm: 22 Künstler haben sich bei Queisser, Roswitha Mann und Ulrike Staudenrausch, die die Ausstellung konzipieren, angemeldet. „Was toll ist, dass zum ersten Mal auch einige junge Leute mitmachen“, sagt Mann. Der Querschnitt der Teilnehmer – der jüngste ist 17, die älteste ist 70 Jahre alt – sei genauso vielfältig wie das künstlerische Spektrum. Da sehen Fotografien aus wie gemalt und Gemälde aus wie fotografiert. Es gibt Gemälde im klassischen Stil, wie die beiden Werke von Staudenrauschs Vater Alfons Hattler, die den Diebsturm und den Michaelsberg zeigen.

Historische Fotos

Ihrem abstrakten Stil blieb Roswitha Mann in ihren Arbeiten zu einer Namibia-Reise treu. Sie brachte Sand und Pigmente aus Afrika mit, die sie in den Bildern verwendete. Die neue Besitzerin der  Alten Schleifmühle zwischen Bönnigheim und Hohenstein, Silke Seybold, deren Urgroßvater die Schleifmühle begründete, und die nach 16 Jahre USA-Aufenthalt in die Heimat zurückkehrte, macht auch mit: Sie fertigte eine Collage aus Fotos der alten Schleifwerkstatt, aus alten Scheren, Messern und anderen Utensilien. „Zur Erinnerung an Lore und Paul Seybold“ schrieb sie dazu. Das ist nicht der einzige historische Aspekt der Ausstellung: Vor seinem Tod vor vier Jahren übergab das Bönnigheimer Original, der Stadtrat Rudolf König, einige alte Fotos an Roswitha Mann, die daraus eine Fotocollage machte.

Ein junger Künstler ist beispielsweise Jan Maier, der großformatige Porträts malte. Erst 18 Jahre alt ist Thorsten Hennige. Ein Jahr lang reiste er in der Welt herum, fotografierte viel und gut, diese Fotos werden gezeigt. Fotografiert hat auch Petra Frenzel, Island nämlich, während ihr Mann Jürgen ein Pferd mit Kugelschreiber kunstfertig zeichnete. Diese und weitere Kunstwerke sind in der Ausstellung im Burgplatzkeller zu sehen.

Info Öffnungszeiten: Am Samstag, 21. Juli, von 16 bis 20 Uhr und am Sonntag, 22. Juli, 13 bis 18 Uhr.

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