Radtouristen Ein Dankeschön besonderer Art

Die hollandischen Gäste (hintere Reihe) mit ihren deutschen Gastgebern auf dem Grundstück in Erligheim.
Die hollandischen Gäste (hintere Reihe) mit ihren deutschen Gastgebern auf dem Grundstück in Erligheim. © Foto: Angelika Abele
Erligheim / Michael Soltys 18.08.2018

Wohin, wenn alle Zimmer belegt sind? Vor dieser Frage standen vier holländische Radtouristen, ein älteres Ehepaar und seine beiden erwachsenen Kinder, die an einem Samstag wohl etwas zu spät in Besigheim angekommen waren. Andere hatten ihnen die letzten Zimmer vor der Nase weggeschnappt. „Ganz hilflos“ seien sie am Besigheimer Rathaus dagestanden mit den Zelten auf ihren Fahrrädern, erinnert sich die Erligheimerin Angelika Abele, die dort mit ihrer Freundin Hanne Karle unterwegs war.

Spontaner Entschluss

Die vier Radfahrer waren von Holland aus mit dem Zug nach Mannheim gefahren mit dem Ziel Passau. Eine Unterkunft war um diese Uhrzeit nicht mehr zu bekommen, einen Campingplatz gibt es nicht. „Ganz spontan“ habe sich dann ihre Freundin Hanne Karle entschlossen, den vier Holländern eine Übernachtung auf dem Gartengrundstück der Familie in Erligheim anzubieten. Auch die Hütte dort stellten sie der Familie zur Verfügung, für den Fall, dass es regnen sollte.

„Wir haben den holländischen Gästen auf ihrer Radlerkarte markiert, wo sie hinfahren mussten“, erzählt Angelika Abele. Ein anderer Radfahrer habe seine Hilfe angeboten und die vier Reisenden über Walheim durch das Baumbachtal nach Erligheim gebracht. „Toll“, findet Angelika Abele. Bei kühlen Getränken am Abend lernten Angelika Abele und ihr Mann Hans, ihre Freudin Hanne und deren Mann Charlie die vier Holländer namens Wim, Ine, Bert und Hans näher kennen.

 Die Überraschung folgte am nächsten Morgen. Mit Äpfeln, die sie am Boden aufgelesen hatten,  hatten die Gäste das Wort „Danke“ auf dem Gartentisch ausgelegt. „Dies war eine schöne Erfahrung mit den Gästen aus Holland“, sagt Angelika Abele, „es sollten mehr Menschen helfen, denn wenn man selber im Ausland ist und etwas Hilfe braucht, freut man sich auch und ist dankbar, dass einem geholfen wird.“

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