Bönnigheim Dreckhaufen weiterhin ein Ärgernis

Bönnigheim / SUSANNE YVETTE WALTER 17.05.2016
Im Bönnigheimer Gemeinderat sorgten am Freitag Dreckhaufen für eine heftige Diskussion. Die Anwohner fühlen sich durch den Geruch belästigt.

Die Geruchsbelästigung der Dreckhaufen, eine Hinterlassenschaft aus dem Amann-Aushub, belastet, wie in der BZ berichtet, nach wie vor die Bevölkerung. Daher regten am Freitagabend etliche Bönnigheimer Gemeinderäte an, mit den Verantwortlichen den Dialog zu suchen, damit die Geruchsbelästigung bald ein Ende finde.

2000 bis 2500 Tonnen des wohl belasteten Erdaushubs seien bereits abtransportiert worden. Für das noch in Bönnigheim lagernde restliche Aushubmaterial hat die Stadt, wie berichtet, rechtlich keine Handhabe, um einen Abtransport zu beschleunigen, da es sich um eine private Maßnahme handelt. Hier soll ein schneller Abtransport dadurch entstehen, dass man das Gespräch mit den Verantwortlichen sucht. Die Aushubarbeiten seien keine Maßnahme der Stadt, sagte Bürgermeister Kornelius Bamberger in der Sitzung.

Störend für die Anwohner, und nicht nur für sie, sondern auch für Autofahrer, die mit offenem Fenster vorbeifahren, ist die Geruchsentwicklung deshalb, weil der Aushub nicht mit einer Folie abgedeckt worden war.

"Da spielen Kinder in den öligen Pfützen, die sich bei Regen bilden, dass kann es ja wohl nicht sein", echauffierte sich Gemeinderat Jörg Stolzenberger (Grüne). Mehrere Gemeinderäte forderten, dass die Bönnigheimer Bevölkerung aufgeklärt werde, um was genau es sich bei dem Aushub handelt und was mit dem verbleibenden Material geschieht.

SPD-Rätin Dorothea Bechtle-Rüster regte an, mit dem Bauunternehmer in Kontakt zu treten und darum zu bitten, dass die Haufen so bald wie möglich abgetragen werden. Kurzzeitig entstand im Gemeinderat auch deshalb eine hitzige Diskussion über dieses Thema, weil ein Gemeinderat von "giftigem Material" sprach, ohne zu wissen, aus was sich die Konsistenz der Dreckhaufen genau zusammensetzt.

Bürgermeister Bamberger zog schnell die Notbremse und warnte vor voreiligen Urteilen, die sich so nicht beweisen lassen, weil keiner der Gemeinderäte den Vorwurf von "giftigem Müll" argumentativ halten könne.