Kulturwoche Die Verleihung des Goldenen Alfreds

Das Team, das die Veranstalungen zu zehn Jahre Kulturwoche am Alfred-Amann-Gymnasium organisiert.
Das Team, das die Veranstalungen zu zehn Jahre Kulturwoche am Alfred-Amann-Gymnasium organisiert. © Foto: Susanne Walter
Bönnigheim / Susanne Walter 14.03.2018

Die Kulturwoche hat Kultstatus am Bönnigheimer Alfred-Amann-Gymnasium (AAG) iund feiert im Frühsommer zehnjähriges Jubiläum. Ein Ritual, das immer weiter ausgeschmückt wurde, ist die Verleihung des Goldenen Alfreds beim Kurzfilmwettbewerb.

Der Goldene Alfred

„Der Goldene Alfred ist ein in gold angesprühter Barbie-Mann, der auf einem Sockel steht“, verrät Sylvia Schelling, die als Lehrerin zusammen mit ihrem Kollegen Matthias Köhnlein die Vorbereitungen zur Kulturwoche begleitet. An die Verleihung des Goldenen Alfreds sind auch Geldpreise für die Filmteams gekoppelt. Im Moment arbeiten 17 Teams an ihren Filmideen, die nur 12 Minuten dauern dürfen.

Aus dem Versuch, einen Kurzfilmwettbewerb umzusetzen, ist inzwischen ein Abend geworden, der an die Oskar-Verleihung in den USA erinnert: Am 17. und 18. Mai wird auch am AAG wieder der rote Teppich ausgerollt, die Filmteams erscheinen im Anzug und das Gymnasium befindet sich im Ausnahmezustand.

Alle möglichen Themen, mal gesellschaftskritisch, mal heiter, mal dokumentierend, sind in den Streifen verarbeitet. Siegerfilme aus den vergangenen Jahren trugen so klangvolle Titel wie „Andere Welt2“ oder „Trudes Tier – Das Schöne und die Biest“ oder „Der Kampf um das Irgendwas“ war der Siegerfilm im Jahr 2016.

„Ich finde es echt klasse, das da Profis kommen und die Filme bewerten“, erklärt Malte Canturutti aus der Klasse 9a, der in der SMV-Gruppe zur Vorbereitung der Kulturwoche mitarbeitet. Nachdem die aufwendig vorbereiteten Kurzfilme vorgeführt wurden, setzt sich eine Fachjury aus Filmakademie-Studenten zusammen und bewertet sie. Auch Medienproduzenten und Regisseure gehören zur Fachjury. Das spornt natürlich den Ehrgeiz der Bönnigheimer Filmteams an.

Wer Lust hat, einen Film zu drehen, aber keine Ahnung davon, wie er das anstellen soll, findet Unterstützung durch die SMV der Schule. „Die unerfahrenen Schüler können Workshops besuchen, in denen Ton- und Schnitttechnik theoretisch und praktisch erlernt werden können“, sagt Christoph Herre, der seit Jahren bei der Organisation der Kulturwoche am AAG mitarbeitet. Ehemalige Schüler, die sich im Filmwesen profiliert haben, gestalten diese Workshops mit Gewinnern früherer Filmwettbewerbe.

Talentabend

Ein Höhepunkt jeder Kulturwoche ist der Talentabend. „Mit knapp 350 Karten, die im Vorverkauf schon über den Tisch gehen, ist diese Veranstaltung dann meist komplett ausverkauft“, erzählt Christoph Herre. Im Mittelpunkt des Abends stehen die vorgeschlagenen Talente der Mitschüler. „Schüler schlagen Schüler vor“, so Herre.  „Der Talentabend ist keine reine Spaßveranstaltung, denn auch gesellschaftskritische Beiträge gehören in unsere Talentschmiede“, erklärt er.

Zum zehnjährigen Jubiläum soll es einige Specials geben aus der Geschichte der Kulturwoche in Bönnigheim. Unter dem Motto „Best of“ sollen ehemalige erfolgreiche Talente noch einmal ihre große Stunde haben oder per Videobotschaft zugeschaltet werden. Ein Auftritt des Lehrertheaters findet auch am Talentabend statt.

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