Freudental Sanierungspläne für Ortsdurchfahrt

Die Ortsdurchfahrt zwischen Pforzheimer Straße und Bietigheimer Straße wurde damals zur 30er-Zone. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über mögliche Sanierungen abgestimmt.
Die Ortsdurchfahrt zwischen Pforzheimer Straße und Bietigheimer Straße wurde damals zur 30er-Zone. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde über mögliche Sanierungen abgestimmt. © Foto: Pangerl Helmut
Bönnigheim / Von Uwe Deecke 27.07.2018

Der Abschnitt vor dem Schlosspark, den das Land auf der L 1106 von der Pforzheimer bis zur Heilbronner Straße sanieren wollte, war nicht der dringendste, erläuterte Bürgermeister Alexander Fleig am Mittwoch im Gemeinderat. So ist der Bereich vom Königsträßle bis zur Besigheimer Straße eigentlich in einem ganz guten Zustand. Richtung Pforzheimer Straße sieht es aber anders aus, so dass hier Klärungsbedarf bestand. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium einigte man sich nun auf den Bereich zwischen Uhlandstraße und dem Königsträßle Richtung Bietigheim. „Man bat zu prüfen, welche Leistungen von kommunaler Seite kommen könnten“, so Fleig, denn das RP habe derzeit kein Personal um die Planung abzuwickeln. Dass der Platz 25 am Ende nichts bedeutet und man auf der Zusage sitzen bleibt, ist die große Befürchtung der Verwaltung. „Die Chance, die sich bietet, sollten wir nutzen“, sagte der Rathauschef.

„Wir sollten versuchen, das Königsträßle mit einem Kreisverkehr anzubinden“, forderte SPD-Rat Dieter Bertet. Hier stauen sich die Autos aus Richtung Bietigheim täglich, noch mehr sind es in den Sommermonaten, wenn der Erlebnispark Tripsdrill Hochsaison hat. Ein Kreisverkehr sei hier wünschenswert, meinte auch Ulrich Greß von der CDU-Fraktion, der aber auch Zweifel an der Umsetzung der Planungsleistungen durch die Gemeinde hatte. In Freudental wird gerade viel geplant, sowohl an der Rathaussanierung als auch an der Schlossbebauung. Eine Erweiterung der Nahwärmeversorgung Richtung Süden steht zusätzlich im Raum.

„Wir können das selber gar nicht leisten“, sagte CDU-Rat Reiner Kurzenberger. Besser abzuwarten und das Land alles machen zu lassen, riet auch Andreas Büdenbender von der Bürgergruppe.

Synergien prüfen

Dass dann womöglich gar nichts passiert, befürchtet Bürgermeister Fleig. Mögliche Synergien durch kommunale Planung, die das Land nun prüfen will, macht er an der Pforzheimer Straße aus, wo die älteste Wasserleitung des Ortes liegt. Sie mit den Hausanschlüssen zu sanieren würde rund 235 000 Euro kosten, ein Betrag, der sich mit der umfassenden Straßensanierung sicher verringern würde. Auch der mögliche Ausbau des Nahwärmenetzes links von der Bietigheimer Straße käme dann wohl billiger, wenn die Ortsdurchfahrt gerichtet werden würde. Zuletzt muss auch für die Bebauung auf dem nördlichen Schlossparkgelände eine Erschließungsstraße zur Bietigheimer Straße hergestellt werden.

Weitere Verhandlungen

Mit dem RP ist vereinbart, dass möglichst noch vor der Sommerpause mitgeteilt wird, ob der besagte Bereich bis zur Uhlandstraße angegangen werden soll und welche Maßnahmen von der Gemeinde geplant sind. Bei entsprechender Zustimmung der Gemeinde könnte schon im nächsten Jahr die Planung und Ausschreibung der Straßensanierung statt finden. Mitgeteilt wurde aber auch, dass das RP Planungsleistungen und Koordination nicht ausführen könne. Dies müsse die Kommune übernehmen und in einer Vereinbarung zur Kostenübernahme mit dem Land regeln. Trotz der vorgebrachten Bedenken wollte sich der Gemeinderat die Chance auf die notwendige Sanierung mit Aussicht auf einen Kreisverkehr nicht nehmen lassen. Er stimmte bei einer Enthaltung einstimmig dafür, den Bereich sanieren zu lassen und mit dem Regierungspräsidium weiter zu verhandeln, auch was den erhofften Kreisverkehr betrifft.

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