Hunderte von Zuschauer kamen in die Sporthalle am Abend des Neujahrstages und erlebten die Stadtkapelle in Aktion. Ulrike Staudenrausch, Vorsitzende der Stadtkapelle Bönnigheim, begrüßte die Zuschauer mit dem Worten: „Es ist ein guter Tag, um glücklich zu sein“ – nach einem Zitat von Max Raabe. Der Blick zurück auf die Erfolge, die die Stadtkapelle 2019 feierte, sei für sie ein Anlass, glücklich zu sein. Das Musical „Es war einmal im November“ war dreimal ausverkauft, und auch die Events des Bläserklassenjubiläens setzten 2019 tolle Akzente im musikalischen Leben von Bönnigheim.

Stehende Hornisten

Die Hornisten eröffneten stehend den Abend mit der Europahymne nach Ludwig van Beethovens „Freude schöner Götterfunken“, während alle Musiker im Gänsemarsch auf die Bühne kamen. Damit läuteten die Bläser das Beethoven-Jubiläumsjahr ein.

Rainer Falk, Dirigent und musikalischer Kopf, setzte bei diesem Konzert auf unsterbliche Musik aus verschiedenen Genres: eine Polonaise in Es-Dur von Antonin Dvorak, Geschmeidiges von Franz Lehar, dem berühmten Operettenkomponisten, aus dessen Feder einst „Die lustige Witwe“ floss. Im „Lied vom schönen Waldmägdelein“ glänzte Anna Lena Burkhardt, die als versierte Sängerin die Konzerte der Stadtkapelle mitgestaltet.

Bürgermeister Albrecht Dautel kündigte in seiner Neujahrsansprache weitere Jubiläen im Jahr 2020 an, wie die mit den Partnerstädten. Die Freundschaft zwischen Bönnigheim und Balatonboglar besteht seit 20 Jahren.

Zur klassischen Linie dieses Neujahrskonzertes gehörte auch ein Ausflug zu „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach und eine Hommage an Frank Sinatra mit „New York, New York“. Das sind beides Werke, mit denen die Stadtkapelle zeigen konnte, was sie als Klangkörper alles leisten kann und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Ein musikalisches Feuerwerk hier, ein lässiges Klanggebilde im Jazz-Stil da – die Stadtkapelle bemüht sich bei ihren Konzerten immer, etwas für jeden Geschmack auf die Beine zu stellen.