Bönnigheim Der Reitverein steht vor dem Ziel

In  Hofen könnte der Reitverein Bönnigheim seine neue Reitanlage realisieren. Nun liegt ein Konzept für 750 000 Euro vor und der Verein kann auf Unterstützung hoffen.
In  Hofen könnte der Reitverein Bönnigheim seine neue Reitanlage realisieren. Nun liegt ein Konzept für 750 000 Euro vor und der Verein kann auf Unterstützung hoffen. © Foto: Martin Kalb
Von Uwe Deecke 05.06.2018

Nach dem kleinen Erdbeben mit dem Rücktritt des gesamten Vorstands im Frühjahr hat sich der Reit- und Fahrverein Bönnigheim wieder neu sortiert. Das Junioren-Turnier Mitte April ging reibungslos über die Bühne, im Mai gab es die Übung zur Gelassenheitsprüfung auf dem Reitgelände auf dem Schlossfeld. Ebenfalls im Mai startete der Verein die neue „Kinderspringstunde“ für Anfänger und Interessierte.

Der Verein muss aber in gut einem Jahr das Gelände für die Hohenstein-Erweiterung geräumt haben (die BZ berichtete). Bereits fortgeschritten sind die Grundstückskäufe bei Hofen, wo die Stadt Bönnigheim Ersatz schaffen will. Für eine dortige Reitanlage samt Halle und Außenanlangen lag im Januar bei der außerordentlichen Hauptversammlung ein Angebot über 1,65 Millionen Euro vor, was den Verein vor die Zerreißprobe stellte. Ein Kredit über eine Million Euro war für die meisten Mitglieder unvorstellbar. Der Vorstand trat daraufhin zurück und es wurde neu gewählt. Und es wurden Angebote eingeholt: Für weniger als die Hälfte des Betrages sieht der Verein sich nun in der Lage, bei Hofen die gewünschte Reitanlage realisieren zu können.

Finanzielle Unterstützung

Die Reiter können dabei auf Hilfe hoffen. Die Hohenstein-Institute unterstützen den Umzug mit einem sechsstelligen Betrag und auch die Stadt Bönnigheim hilft, indem sie das neue Gelände erwirbt, den alten Platz räumt und zehn Prozent der Kosten für die Neuanlage bezahlt. „Die bisherige Planung ging von Baukosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro aus, die Zusage von 160 000 Euro hätte auch bei etwas geringeren Baukosten gegolten. Bei der sich aktuell verändernden Planung geht der Verein von deutlich geringeren Kosten aus. Den für diese Kosten dann maßgeblichen Zuschuss wird der Gemeinderat noch festlegen. Der Rat möchte dem Verein bei der Finanzierung helfen, so gut es geht“, sagte Bürgermeister Kornelius Bamberger auf Anfrage der BZ.

Positiv sieht es bei den Grundstückskäufen für das neue Areal bei Hofen aus. Die Grundstücksverhandlungen sollen in Kürze zum Abschluss gebracht werden, so Bamberger weiter. „Die Stadt strebt für die Fläche des gesamten Bebauungsplangebietes den Erwerb an. Die Eigentümer haben für das Anliegen der Stadt und des Reitvereins Verständnis gezeigt“. Der Reitverein sei für die Stadt genauso wichtig wie alle anderen Bönnigheimer Vereine. Die Gespräche mit der neuen Führung seien zielgerichtet und man habe dem Verein Empfehlungen gegeben, wie das Ziel am besten und schnellsten zu erreichen wäre, im kommenden Jahr ein neues taugliches Vereinsgelände beziehen zu können.

Konzept für 750 000 Euro

Für Claudia Luz, geschäftsführende zweite Vorsitzende, sind das gute Nachrichten vor dem Gespräch am Freitag mit Klaus Walz von der Stadtverwaltung. Dann will der Verein sein konkretes Konzept von der Firma Wolf System für die Bebauung für rund 750 000 Euro vorlegen. „Wir haben viele Angebote eingeholt“, so die Vorsitzende, das Ausgewählte sei zweckmäßig und für die eigenen Ansprüche ausgelegt. „Sehr positive Gespräche“ habe man abermals mit den Hohenstein-Instituten geführt. „Wir brauchen jetzt den Zuspruch der Mitglieder“, blickt Luz auf nächste Woche. „Wenn man so ein Projekt stemmen möchte, sollte man geschlossen auftreten und nach vorne gehen“, sagt Luz.

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