Bönnigheim Das halbe Dutzend ist voll

Mit seinem traditionellen Konzert in der gut besuchten Sporthalle begrüßte der Musikverein Stadtkapelle Bönnigheim am 1. Januar das neue Jahr.
Mit seinem traditionellen Konzert in der gut besuchten Sporthalle begrüßte der Musikverein Stadtkapelle Bönnigheim am 1. Januar das neue Jahr. © Foto: Martin Kalb
Bönnigheim / Uwe Deecke 03.01.2018

Voll besetzt waren die Reihen in der Bönnigheimer Halle, wo Stadtmusikdirektor Rainer Falk die Gäste zur „ersten guten Entscheidung in diesem Jahr“ begrüßte, zu diesem Konzert gekommen zu sein. Er begrüßte die Bürgermeister Bamberger und Schäuffele samt Frauen, die Gemeinderäte, Ehrenmitglieder und dankte allen, die es möglich gemacht hatten, auch in diesem Jahr wieder das Konzert hier auf die Beine zu stellen. „Das Konzert ist mehr und mehr zur Neujahrstradition geworden“, so Falk, der die Gäste „mit besinnlich-heiterem in Musik und Wort“ ins neue Jahr schicken wollte.

Mit der Ouvertüre von Jaques Offenbachs Operette „Die beiden Savojarden“ begann die Stadtkapelle den Abend zunächst abwechslungsreich und beschwingt. Der Begründer der Wiener Operette nahm die damaligen Zustände im Kaiserreich aufs Korn, weshalb sie zunächst nur in Paris aufgeführt worden war und erst später dem Wiener Publikum präsentiert wurde.

An jeder Ecke war damals Musik wie der „Ungarische Tanz“ zu hören, den die Musikerinnen und Musiker anschließend spielten. Es folgte die mitreißende „Annen-Polka“ von Johann Strauß, dem „Walzerkönig“ und Sohn des Wieners Johann Strauß. Danach versprach Rainer Falk „Gänsehautmomente“: Lena Jung überzeugte als Solistin „Ich gehör’ nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“, das die Lebensgeschichte der österreichischen Kaiserin zum Thema hat.

Den Bogen zur großen Politik und zu Bönnigheimer Entwicklungen spannte anschließend Bürgermeister Kornelius Bamberger bei seiner Neujahrsansprache. Gute Finanzen und eine wachsende Einwohnerzahl dank der Baugebiete ließen ihn optimistisch ins neue Jahr blicken. Sorgen machten ihm Europa sowie die Automobilindustrie als Wachstumsgarant in der Region, die das alles möglich machte.

Falk verließ im zweiten Teil des Konzerts Wien und wandte sich der keltischen Musik zu. „Celtic Flutes“ machte den Auftakt mit der Flöte als geschichtsträchtiges Instrument, das schon zu Tänzen und Riten der Kelten gespielt wurde. MV-Vorsitzender Wilfried Ponto übernahm anschließend das Mikrofon, um zwei Musiker zu ehren, die die Stadtkapelle verlassen werden. Hans Dangel hatte sich schon im Sommer entschlossen, nun nach 65 Jahren in der Kapelle aufzuhören (die BZ berichtete). Um nicht der älteste zu sein, scherzte Ponto, habe sich ihm nun auch Wolfgang Weinreuter angeschlossen, der ebenfalls die Kapelle verlassen wird. Beide wurden von Ponto für ihr langjähriges Wirken  geehrt.

Anschließend kam es zur Neuauflage des James-Bond-Medleys, das bereits in der Musik-Show im Oktober an selber Stelle gegeben hatte. Noch einmal „Gänsehautmomente“ gab es im Anschluss: Lena Jung sang „One Moment in Time“ der Pop- und Soul-Diva Whitney Houston, bevor es mit Italo-Western-Klängen von Enrico Morricone weiter ging. Den Abschluss bildete traditionell der Radetzkymarsch, mit dem die Stadtkapelle den musikalischen Schlusspunkt setzte. Nicht ohne Zugabe verließen die Musiker auch in diesem Jahr die Bühne: Der Marsch „Them Basses“ beendete das Neujahrskonzert und sorgte noch einmal für viel Beifall.

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