Ehrenamt Bönnigheim schlägt drei Schöffen vor

Bönnigheim / Von Uwe Deecke 26.06.2018

7000 Schöffen üben im Land ihr Ehrenamt an den Gerichten aus und werden alle fünf Jahre neu bestimmt. Die Vorschläge dafür kommen aus den Kommunen, die geeignete Bewerber aus der Bürgerschaft wählen. Voraussetzungen für das Amt eines Schöffen gibt es einige: Wählbar sind nur deutsche Staatsangehörige, die die Sprache beherrschen und bislang noch nicht zu einer Freiheitsstrafe von über einem halben Jahr verurteilt wurden. Gesundheitliche Eignung, Sozialkompetenz und Lebenserfahrung sind weitere Anforderungen an das Schöffenamt. Das Mindestalter für das Ehrenamt beträgt 25 Jahre, das Höchstalter 69 Jahre. Nicht wählbar sind Personen die bei der Justiz oder der Kirche beschäftigt sind.

Vergleichsweise wenig Bewerber

Vereine seien angeschrieben worden und es habe einen Aufruf im Nachrichtenblatt gegeben, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Timo Steinhilper in der Bönnigheimer Gemeinderatssitzung. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist haben sich in Bönnigheim vier Personen gemeldet, vergleichsweise wenig gegenüber anderen Kommunen: Steffen Kutscher, Jugendwart der Feuerwehr Bönnigheim, Klaus-Dieter Löffler, Rentner, Angelika Heinle, Rentnerin und Tatjana Scheerle, Beamtin und gleichzeitig Kandidatin für den Bürgermeisterposten in Walheim.

Zwei Wahlen nötig

Im ersten Wahlgang erreichte nur Steffen Kutscher die Zweidrittel-Mehrheit, daher musste nochmals gewählt werden. Durchsetzen konnten sich im zweiten Wahlgang Klaus-Dieter Löffler und Tatjana Scheerle. Nach der öffentlichen Auslegung kommen sie auf die Vorschlagsliste der Stadt Bönnigheim, aus der der Wahlausschuss des Amtsgerichts Besigheims die Schöffen bestimmt.

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