Es gibt beim neuen Freudentaler Baugebiet Alleenfeld samt Supermarkt vieles zu tun für den Gemeinderat und die Erschließungsgemeinschaft aus Gemeinde und der Landsiedlung Baden-Württemberg. Gleichzeitig laufen die Planungen für den Kreisverkehr mit Bushaltestellen am neuen Markt und es wird bald auch noch die Landesstraße saniert, was für überörtliche Umleitungen und Sperrungen sorgen wird (die BZ berichtete).

Der Freudentaler Gemeinderat tagt nun im dreiwöchigen Rhythmus, weil vieles zu besprechen und zu entscheiden ist. Der Baustart hat sich etwas verzögert, nachdem die beiden Haltestellen zwischenzeitlich in Frage gestellt worden waren. Beginnen sollen die Baumaßnahmen am Kreisel und dem Baugebiet nun im September.

Eingegangen sind die Stellungnahmen der Behörden sowie weniger Bürger, die nun im Gemeinderat von Planerin Nadine Lindenschmitt vorgestellt wurden. Es sind wenige, weil schon frühzeitig Bedenken berücksichtigt worden seien, die von Seiten der Anwohner kamen, so die Karlsruherin. Für Irritationen sorgte, dass die geplanten neuen Bushaltestellen am Kreisverkehr nun vom Landratsamt für „verzichtbar“ angesehen werden. Die DB Regio will die Taktung der Busse nicht weiter verändern, nachdem es im Gewerbegebiet eine neue Bushaltestelle gab und wandte sich dagegen.

Gemeinde beharrt auf den neuen
Haltestellen

Für Bürgermeister Alexander Fleig ist es keine Frage, dass die Kommune an den beiden neuen Haltestellen festhalten will, weil die Entfernungen für die Bürger sonst zu weit wären. „Alle reden vom Nahverkehr“, betonte Fleig, der einen Halt direkt am Supermarkt auch für auswärtige Kunden für sinnvoll ansieht.

Die Gestaltung der Bushaltestellen sorgte aber auch bei Andreas Büdenbender von der Bürgergruppe für Bedenken. Die südliche Bushaltestelle ist dabei weniger das Problem als die nördliche, weil diese nah an der Ausfahrt des Kreisverkehrs liegt. Sie sei, so die Planerin, in Absprache mit dem ausführenden Büro so groß dimensioniert, dass auch Gelenkbusse einfahren könnten, ohne den nachfolgenden Verkehr zu behindern.

Für den kommenden Flächennutzungsplan, der das „Alleenfeld“ möglich macht, fehle noch die Aufhebung des Landschaftsschutzgebiets für diesen Bereich, an der das Landratsamt noch bis Sommer arbeite, so Fleig. Nicht mehr angetastet soll im Bebauungsplan die Frage der Werbeanlage für den Penny-Markt werden. Diese darf 15 Quadratmeter beleuchtete Werbefläche haben und fünf Meter hoch werden. Bedenken gab es seitens eines Bürger hinsichtlich der Lampenmasten des Parkplatzes am bestehenden Wohngebiet und der Lage der Trafostation der EnBW. Dazu wird der Parkplatz eingegrünt, für die Trafostation ist allein die EnBW zuständig. Nach der Abwägung der Stellungsnahmen gab es nur noch wenig Diskussionsbedarf  zum Bebauungsplan und dieser wurde einstimmig als Satzung beschlossen.

Zum Planungsstand erklärte Fleig, dass die Leitungspläne für Wasser und Nahwärme inzwischen alle vorlägen, auch die Telekom habe ihre Glasfaserpläne im Gebiet fertig. Die Leitung des Oberflächenwassers soll später bis zum Steinbach führen und für ein dortiges Biotop dienen.

Neue Informationen bekamen im Regierungspräsidium alle Planungsbüros, die aktuell im Land an Kreisverkehren arbeiten. „Das Regierungspräsidium will Betonkreisel, und es wird dann teurer“, so Fleig, die Unterhaltung liege später aber beim Land. Die sei eine nachhaltigere Lösung, begrüßte Steffen Grob von der Bürgergruppe die Entscheidung. Kreisverkehre mit betonierter Fahrbahn  seien nach seiner Erfahrung haltbarer und für Lastwagenverkehr besser geeignet. Der Bau, an dem die Gemeinde zu einem Viertel an den Kosten beteiligt wird, wird dadurch gleichwohl etwas kostspieliger. Bisher lagen die Kosten bei 761 000 Euro für den Kreisverkehr, von denen Freudental rund 300 000 Euro übernehmen müsste und dafür auch die Bushaltestellen und die Fußweganbindung ins Wohngebiet bekommt.

Im September soll es mit den Arbeiten am Kreisverkehr sowie mit der Erschließung des Gebiets „Alleenfeld“ dann losgehen. Erste Sperrungen sind dann im Oktober zu erwarten, wenn die Saison in Tripsdrill zu Ende geht. Die Sanierung der Landesstraße, in deren Verlauf auch die Nahwärmeleitungen ins Gebiet gelegt werden, soll im ersten Abschnitt zwischen Alleenstraße und Weinstraße erfolgen. Der nächste Abschnitt soll dann zwischen Alleenstraße und Pforzheimer Straße liegen, am Ende soll die Landesstraße bis zum Ortsende saniert werden.