Für Martin Pfrommer aus Hofen ist der mit 5000 Euro dotierte dritte Hauptpreis des diesjährigen Erfinderpreises Baden-Württemberg eine hohe Auszeichnung und Wertschätzung seiner Arbeit. Seit 30 Jahren tüftelt der gelernte Orthopädiemechaniker an Verbesserungen für Kinder und Jugendliche, die auf Hilfe angewiesen sind (die BZ berichtete). Nun hat der 60-jährige schwäbische Tüftler eine anpassungsfähige Orthese für schwer gehbehinderte Kinder entwickelt, die auch schon bald produziert werden könnte (die BZ berichtete).

Viel Interesse bei Erfindermesse

Pfrommers patentierte Erfindung wurde auf einer Karlsruher Messe präsentiert und stieß schon dort auf viel Interesse. „Ich versuche alles, was ich sehe zu optimieren“, erklärt der schwäbische Tüftler auf Anfrage der BZ. Seine Erfindung spare viel Mühe und Kosten und sei geeignet für Kinder zwischen ein und zehn Jahren. „Ich habe das erste Mal mitgemacht und es hat richtig Spaß gemacht“, so der Hofener. Die 5000 Euro will er natürlich nicht sinnlos ausgeben sondern in seine nächste Erfindung stecken, von der er nicht allzu viel verraten will, die aber mit Gipsabdrucktechnik zu tun habe.

Edmund Erath (74), Berater im Bereich Umweltschutz aus Gaggenau, hat den mit 10.000 Euro dotierten Artur-Fischer-Erfinderpreis Baden-Württemberg 2019 im Bereich „Private Erfinderinnen und Erfinder“ gewonnen. Die Jury ehrt damit seine neuartige Membranfiltertechnik, die ressourcenschonend und umweltfreundlich zugleich wirkt. Erath erhält zugleich den Sonderpreis Ressourcen-Effizienz der Unternehmensgruppe Fischer.

Der Artur Fischer Erfinderpreis wird alle zwei Jahre verliehen und wurde nun zum zehnten Mal von Artur Fischer und der Baden-Württemberg Stiftung verliehen. Überreicht wurden die mit insgesamt 38000 Euro dotierten Preise und Anerkennungen sowie der Sonderpreis im Rahmen des „Tags der gewerblichen Schutzrechte“ durch Cornelia Rudloff-Schäffer, Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes, München, Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, sowie Jürgen Grün, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Fischerwerke. Die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Katrin Schütz betonte: „Kreativität, Wille und Mut zur Veränderung – das ist gerade in Zeiten der Digitalisierung wichtig für unser Land. Der Artur-Fischer-Erfinderpreis ist ein bedeutendes Symbol der Innovationskultur und des Innovationspotenzials Baden-Württembergs.“