In der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin konnten die Gäste am Montagabend mit und auf Spitzenweine aus dem Südwesten anstoßen. Denn bereits zum siebten Mal zeichnete das baden-württembergische Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz dort die besten Weinbaubetriebe aus Baden und Württemberg mit dem „Staatsehrenpreis“ aus.  An dieser Veranstaltung nahmen rund 900 Besucher aus Politik, Wirtschaft, Hotellerie und weitere Gäste des öffentlichen Lebens teil.

Der begehrte Preis ging in diesem Jahr an gleich drei Betriebe aus der Region mit Weinbergen im Landkreis Ludwigsburg. In der Kategorie Großbetrieb wurden die Weingärtner Stromberg-Zabergäu ausgezeichnet. Der Strombergkeller in Bönnigheim ist Teil der Genossenschaft, die rund um den Stromberg und den Heuchelberg etwa 750 Hektar Rebfläche bewirtschaftet und etwa 1050 Mitglieder hat. Als mittelgroßer Betrieb wurde das Vaihinger Weingut Sonnenhof von Martin Fischer nahe Gündelbach mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet, das bereits 2014 einmal den Staatsehrenpreis verliehen bekam. Als Kleinbetrieb machte das Weingut von Dieter Faigle im benachbarten Horrheim das Rennen, das rund 6,5 Hektar Rebfläche bewirtschaftet.

Um für diese ganz besondere Würdigung des Ministeriums in Betracht zu kommen, müssen die Weinbaubetriebe über einen langen Zeitraum hinweg Spitzenleistungen in allen Disziplinen erzielen, geht aus einer Mitteilung der Weingärtner Stromberg-Zabergäu hervor. Einzelne Erfolge reichen nicht aus, um auf die Auswahlliste zu kommen. Nur wer bei den Landesweinprämierungen drei Jahre lang kontinuierlich mit Qualität und Leistung überzeugen kann, wird am Ende belohnt. Die Urkunden wurden in Berlin von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch überreicht.

Auch in diesem Jahr haben die drei ausgezeichneten Weingüter zahlreiche Preise abgeräumt. Die  Bestnote 5.0 gab es beispielsweise für den Grand Crémant Premiumsekt, den 2017er EPOS Zweigelt QbA trocken, den 2017er EPOS Merlot QbA trocken, den 2016er Octavio Rotwein QbA trocken sowie den 2016er Signum I Lemberger QbA trocken, allesamt erzeugt von den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu. Für drei seiner Weine bekam das Weingut Sonnenhof die Medaille „Großes Gold“, weitere 38 Weine wurden mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Insgesamt gab es 87 Auszeichnungen für die Weine aus Gündelbach. Vom Weingut Faigle in Horrheim wurden 25 Weine prämiert, einer davon mit der höchsten Auszeichnung „Großes Gold“. Vier Weine bekamen die Goldmedaille.

„Wir sind natürlich sehr stolz, dass unsere Arbeit im Weinberg und in der Kellerei mit dem Staatsehrenpreis 2019/2020 diese besondere Würdigung erfährt. Denn das bestätigt, dass wir in unserer erst 2012 gegründeten Genossenschaft schon sehr, sehr vieles richtig machen. Die Entscheidung, das Know-how der beiden traditionsreichen, vielfach ausgezeichneten Kellereien, der Strombergkellerei und der Weinkellerei Brackenheim, durch die Fusion zu bündeln, hat sich ausgezahlt“, freut sich Dr. Bernd Kost, Geschäftsführer der Weingärtner Stromberg-Zabergäu eG. „Die Auszeichnung ist für uns ein Ansporn, genauso weiter zu machen und Weine anzubieten, die sowohl bei uns zu Hause, aber auch weit über unsere Region hinaus beachtet werden.“