Lauffen Auenwäldchen mit Pappeln gepflanzt

Lauffen / BZ 27.04.2015
Auf dem Gelände der EnBW in Lauffen wurde ein Auenwäldchen aus vom Aussterben bedrohten Neckar-Schwarzpappeln gepflanzt.

Das Projekt zur Rettung der Neckar-Schwarzpappel verbindet praktische und wissenschaftliche Komponenten des Artenschutzes modellhaft. Es liefert neue Erkenntnisse zur genetischen Differenzierung der Art an Flusssystemen in Baden-Württemberg, heißt es in einer Mitteilung des Arbeitskreis zur Erhaltung der Neckar-Schwarzpappel.

Der Arbeitskreis und die Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg haben auf dem Gelände der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Lauffen das Auenwäldchen mit den bedrohten Schwarzpappeln gepflanzt.

Die heimische Schwarzpappel (Populus nigra) steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten. Der Arbeitskreis hat in mehrjähriger ehrenamtlicher Arbeit alle rund 140 noch existierenden Schwarzpappeln im gesamten Neckargebiet kartiert und Stecklinge gewonnen. Diese wurden genetisch überprüft und in der Baumschule Waller in Schwäbisch Hall nachgezogen. Die Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg hat das Projekt finanziell unterstützt.

Erste Pflanzungen von Baumgruppen und Einzelbäumen fanden bereits an den EnBW-Kraftwerken Obrigheim und Mühlhausen statt. Als Abschluss des dreijährigen Gemeinschaftsprojekts wurde nun in Lauffen das fast zwei Hektar große ein Auenwäldchen angelegt. Auenwälder zeichnen sich durch eine sehr hohe CO2-Speicherfähigkeit aus und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, heißt es in der Mitteilung.

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