Kirchheim Apfelfest in Kirchheim: An der Saftpresse selbst Hand anlegen

Familie Mönch im Einsatz: Marie und Pia mit ihren Eltern Annette und Ralf zeigen in Kirchheim, wie von Hand Apfelsaft hergestellt wird.
Familie Mönch im Einsatz: Marie und Pia mit ihren Eltern Annette und Ralf zeigen in Kirchheim, wie von Hand Apfelsaft hergestellt wird. © Foto: Martin Kalb
Kirchheim / SANDRA BILDMANN 08.09.2014
Das Apfelfest in Kirchheim hat eine lange Tradition. Die Ausrichter, der Obstbauverein Kirchheim und der Liederkranz, freuten sich über viele Besucher.

Seit Jahrzehnten findet das Apfelfest immer am ersten September-Wochenende statt. "Das ist der Startschuss für die Haupternte und gleichzeitig auch der Beginn unserer verkaufsoffenen Sonntage im September und Oktober", erklärte der zweite Vorstand des Obstbauvereins, Michael Nollenberger. Zum Apfelfest am Sonntag an der Obsthalle kamen viele Besucher, die sich informierten, probierten und in den Hofladen schauten.

Das Wetter spielte den Veranstaltern erheblich in die Karten - auch wenn man für schlechtes Wetter wie noch vor einer Woche mit weiteren Zelten gerüstet gewesen wäre, wie Nollenberger erklärte.

Das große Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Besucher nahmen das reichhaltige Speisen- und Getränkeangebot wahr und ließen sich von musikalischem Programm unterhalten. Dazu gehörte am Morgen der Männerchor des Liederkranzes, die Alphorngruppe am Mittag sowie der Kinderchor des Liederkranzes und der Musikverein Harmonie am Nachmittag. Bereits um 10 Uhr war das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet worden.

Den ganzen Tag über konnten sich die Besucher durch die Welt der Äpfel probieren. Über die Saison verteilt hat der Obstbauverein Kirchheim etwa 30 Apfel- und Birnensorten im Angebot. Je nach Erntezeit könnten durchaus 15 verschiedene Arten parallel im Sortiment sein, erzählte Michael Nollenberger. In diesem Jahr habe man fast drei Wochen früher mit der Ernte beginnen können als sonst, so dass bereits jetzt zwölf Apfelsorten zum Verkauf stehen.

Nach Angaben des zweiten Vorstands liefern 14 Betriebe ihr Obst beim Obstbauverein, der als Genossenschaft organisiert ist, ab. Diese Äpfel, Birnen und Co. wachsen ausschließlich auf den etwa 25 Hektar Anbaufläche rund um die Obsthalle. Pro Saison kommen laut Nollenberger zwischen 850 und 900 Tonnen Obst zusammen. Abnehmer sind der Großhandel und natürlich auch Privatpersonen, die schonmal vom Bodensee anreisen.

Beim Apfelfest konnten aber nicht nur Äpfel probiert werden. Die Helferinnen brachten ständig neue Tabletts in den Hofladen, auf denen Häppchen mit Wurst oder Marmelade lagen. Denn neben Obst und Gemüse werden auch ergänzende Produkte wie etwa Nudeln verkauft. Diese Nahrungsmittel kauft die Obsthalle dann in der Umgebung zu. "Früher haben wir hauptsächlich Äpfel verkauft, heute versucht man alles unter einem Dach anzubieten", so Nollenberger. Die Besucher des Apfelfestes konnten sich bei einer Fahrt mit dem Erntezügle durch die Plantagen über die Arbeit und die Früchte informieren. Die Rundfahrt führte an der Weinterrasse vorbei, wo Weinverkostungen angeboten wurden.