Verbandsversammlung Alle Schulden sind abgetragen

Erligheim/Bönnigheim / Von Roland Willeke 31.07.2018

Einmal im Jahr tagt der Schulverband Erligheim-Hofen, um den Haushalt zu beschließen, mit dem die von Erligheim und Bönnigheim gemeinsam betriebene Grundschule Erligheim-Hofen finanziert wird. Die Kooperation zwischen Erligheim und Bönnigheim reicht bis in die 60er-Jahre zurück, als Hofen noch eine selbstständige Gemeinde war, und ist, so der Erligheimer Bürgermeister Rainer Schäuffele, vermutlich die älteste Schulkooperation im Landkreis.

Der Haushalt mit einem Volumen von 270 400 Euro im Verwaltungshaushalt und 14 700 Euro im Vermögenshaushalt finanziert sich im Wesentlichen aus den Beiträgen der beiden Mitgliedsgemeinden Erligheim und Bönnigheim. Sie bezahlen eine Schulkostenumlage von 2157 Euro pro Schüler und eine Kapitalumlage von 80 Euro pro Schüler, zusammen jährlich 2237 Euro.

Erligheim schickt 93 Schüler in die Grundschule, aus Bönnigheim-Hofen gehen 19 Kinder in die auf Hofener Markung liegende Schule. Hinzu kommen sechs Schüler aus Bönnigheim und einer aus Löchgau, für die der Schulverband 200 Euro jährlich von den entsendenden Gemeinden bekommt.

Die Stadt Bönnigheim zahlt die volle Pauschale von 2237 Euro nur für Schüler, die in Hofen wohnen. Ein Umstand, der Rainer Schäuffele dazu veranlasste, anzuregen, man solle sich gelegentlich doch einmal mit der Satzung des Schulverbands beschäftigen, um das dadurch entstehende Ungleichgewicht auszugleichen. Sein Kollege Albrecht Dautel, neuer Bürgermeister der Stadt Bönnigheim, die von dieser Situation profitiert, sah naturgemäß keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.

Aus dem Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 270 400 Euro werden überwiegend Personalkosten bestritten. Sie steigen in diesem Jahr, weil seit September 2017 die Ganztagesschule mit Kernzeitenbetreuung eingeführt wurde, wodurch sich der Personalaufwand erhöhte.

In diesem Zusammenhang strich die Verbandsversammlung die seither angebotenen Module der Kernzeitenbetreuung B2 (montags 15 bis 16.30 Uhr) und C (dienstags bis donnerstags 15  bis 16.30 Uhr), weil zu wenig Anmeldungen vorliegen. Man folgte damit einer Anregung aus dem Erligheimer Gemeinderat.

Keine Investitionen nötig

Der Vermögenshaushalt weist nur Ausgaben von 9000 Euro für Möbel und Tafeln aus. Weitere Investitionen sind nicht geplant, nachdem in den letzten Jahren Dach und Fassade des Schulgebäudes gerichtet wurden.

Mit Ablauf des Jahres 2018 werden sämtliche Schulden des Schulverbandes abgetragen sein. Gute Voraussetzungen also, um wie geplant zum 1. Januar 2019 auf das Neue Kommunale Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) umzusteigen. Die Verbandsversammlung nahm die seit der letzten Zusammenkunft eingegangenen Spenden von 13 800 Euro förmlich an. Die größte Spende in Höhe von 11 000 Euro kam von der Hanns A. Pielenz Stiftung, dem Mehrheitsgesellschafter der Amann Group, gefolgt von der VR-Bank Neckar-Enz und dem Förderverein der Schule „Heinzelmännchen“.

Einstimmig wählte die Versammlung den seit wenigen Tagen amtierenden neuen Bönnigheimer Bürgermeister Albrecht Dautel zum stellvertretenden Verbandsvorsitzenden. Traditionell hat der Bürgermeister der Stadt Bönnigheim diese Position im Schulverband inne.

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