Bönnigheim Abwechslungsreiche Nachmittage mitgestalten

Die Sozialstation Bönnigheim sucht ehrenamtliche Mitarbeiter zur Betreuung einer Demenzgruppe. Im Bild: Monika Weber (rechts), geschäftsführende Pflegedienstleiterin, und Gruppenleiterin Marion Zillert.
Die Sozialstation Bönnigheim sucht ehrenamtliche Mitarbeiter zur Betreuung einer Demenzgruppe. Im Bild: Monika Weber (rechts), geschäftsführende Pflegedienstleiterin, und Gruppenleiterin Marion Zillert. © Foto: Martin Kalb
Bönnigheim / von Uwe Deecke 14.06.2018

Zwischen 25 und 70 Jahre alt sind derzeit die Ehrenamtlichen, die drei Stunden in der Woche „ihre“ Gruppe mit demenzkranken Menschen mitbetreuen. Doch die Sozialstation Bönnigheim sucht Verstärkung, auch weil es krankheitsbedingte Ausfälle gab. Im Gemeinschaftsraum sollen sie die Fachkraft unterstützen bei den Angeboten, die es hier für demenzerkrankte Menschen gibt. Diese wohnen noch zu Hause und werden durch einen Fahrdienst oder Angehörige zur Sozialstation gefahren, um dort einen abwechslungsreichen Nachmittag zu verbringen.

„Die Ehrenamtlichen sollen unterstützend für die Fachkraft tätig sein“, erklärt die Leiterin der Bönnigheimer Sozialstation, Monika Weber, den Aufgabenbereich. Mal wird gemalt, mal gebastelt, mal mit Gerüchen experimentiert, Dinge die Abwechslung in den Alltag der Demenzerkrankten bringen und auch die pflegenden Angehörigen entlasten. Als Voraussetzungen nennt die Leiterin der Sozialstation die Liebe zu den Menschen, Spaß im Umgang mit alten Menschen, aufeinander eingehen zu können. Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit bekommen die Helfer auch eine Vergütung durch die Sozialstation.

Helfer werden ausgebildet

Zusätzlich erhalten sie auch noch eine Ausbildung, um richtig mit den Demenzerkrankten umgehen zu können. Sie wird von der Sozialstation finanziert und findet entweder im Landratsamt oder in der Sozialstation selbst statt. Diese käme sehr gut an bei den Ehrenamtlichen, so Monika Weber, manche hätten aber bereits vorher eine Ausbildung in dem Bereich. Es gibt darin Schulungen über Demenz oder einen Erste-Hilfe-Kurs, der von den Teilnehmern absolviert wird. „Das gibt auch Sicherheit im Umgang mit den Menschen“, so die Leiterin. In jedem Fall seien die Ehrenamtlichen auch versichert über die Berufshaftpflicht, wenn sie in der Gruppe mithelfen.

Eine Fachkraft, die die Gruppe betreut, ist Marion Ziller von der Sozialstation. Sie denkt sich Themen für den Nachmittag aus, die die Demenzerkrankten ansprechen könnten. Letzte Woche sei es um die Fußball-WM gegangen, davor um das Thema Frühling, sagt die Pflegefachkraft.

Unterstützung mittwochs

Insbesondere für den Mittwochnachmittag wird Unterstützung gesucht, eine halbe Stunde zur Vor- und Nachbesprechung sollten die Ehrenamtlichen einplanen. Diese sind  eingeladen, sich die Gruppe einmal unverbindlich anzuschauen. „Sie dürfen gerne mal schnuppern“, sagt Monika Weber, „es muss ihnen ja auch Spaß machen“.

Angefangen hat die Betreuungsgruppe für demente Menschen eher klein. Doch die Nachfrage steige und womöglich könne man auch in Zukunft eine zweite Gruppe betreuen, hofft die Heimleiterin.

Info Interessierte, die sich als ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren wollen, können sich bei der Sozialstation unter Telefon (07143) 40 55 50 informieren.