Derzeit werden in einigen Kommunen im Landkreis die Häckselplätze asphaltiert, nachdem die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises, AVL, angekündigt hatte, eine Abholung bei schlechten Platzverhältnissen einzustellen. Der Grund dafür: Die Fahrzeuge sollen problemlos anfahren können und es sollen Kies und Schotter beim Häckselgut vermieden werden- Sie könnten die Maschine beschädigen.

Der Löchgauer Häckselplatz wurde bereits asphaltiert, was die Kommune schon lange wollte, aber seitens des Landratsamts aus Naturschutzgründen bisher abgelehnt wurde. Nun musste sie handeln, und jetzt ist der Platz für rund 90 000 Euro nicht nur mit Asphalt versehen, sondern hat auch einen neuen Grascontainer.

Auch der große Bönnigheimer Häckselplatz soll asphaltiert werden, der Zeitplan dafür liegt aber noch nicht vor. „Wir gehen von Baukosten von rund 100 000 Euro aus“, erklärte Bürgermeister Albrecht Dautel auf Anfrage der BZ. Der Platz, der zwischen Freudental und Bönnigheim liegt, soll nicht vergrößert und künftig auch weiter von der Gemeinde Freudental genutzt werden.

Erweiterung untersagt

Auch die Gemeinde Erligheim könnte sich noch an der Nutzung beteiligen, so Dautel. Hier wurde vor kurzem vom Landratsamt eine Erweiterung untersagt, die die AVL aber für erforderlich ansieht und mit Kosten zwischen 170 000 und 190 000 Euro verbunden wäre. Das umliegende Gebiet wird von der Kreisbehörde als naturschutzfachlich wertvoll und für Erholungssuchende als bedeutsam angesehen.

Der Fachbereich Forsten des Landratsamtes sieht eine Erweiterung in Erligheim ebenfalls kritisch, da dann an dieser Stelle eine Genehmigung für eine Waldumwandlung erteilt werden müsste. Das Landratsamt hält daher eine gemeinsame Nutzung des Bönnigheimer Häckselplatzes für sinnvoll. Freudental benutzt diesen ohnehin bereits mit, und Erligheim könnte so deutlich günstiger, wenn auch mit erschwerter Anfahrt, einen aus Sicht der AVL geeigneten Häckselplatz bekommen.

Synergieeffekte erhofft sich Dautel durch die Pläne für die drei Kommunen. Momentan ist der Bönnigheimer Häckselplatz aber noch „Waldgebiet“, was sich mit der Asphaltierung dann ändern würde. „Der Fachbereich Forsten hat eine Umwandlung in Aussicht gestellt“, so Albrecht Dautel. Freudental habe sich bereit erklärt, sich an den Kosten von 100 000 Euro zu beteiligen, machte der Rathauschef deutlich. Kapazitätsprobleme sehe er auch mit einer Beteiligung der Gemeinde Erligheim nicht, wenn der Platz dann einfach häufiger von der AVL geleert werde. Auch die Zufahrt zu Stoßzeiten auf der K 1632 sei machbar, erklärte Dautel. Der Weg nach der Kreisstraße sei verbreitert worden und die anliefernden Fahrzeuge würden sich auf dem Gelände verteilen.

Schwierig wird es mit der Abschrankung, die auf der K 1632 im nächsten Jahr wegen der Krötenwanderungen geplant ist (die BZ berichtete). „Klar, dass die Schranke dann dahinter sein muss“, machte der Bürgermeister deutlich. Dies ist offenbar so auch geplant, nachdem auch der Krappenbergparkplatz in den Abend- und Nachtstunden zufahrbar bleiben wird.  Dann könnte einer gemeinsamen Nutzung durch die drei Kommunen nichts mehr im Wege stehen.