Die warme Herbstsonne lockte am Samstag die Läufer in Scharen an. Am 16. Bönnigheimer Stromberglauf nahmen 1470 Läufer teil. Nur bei einem Lauf davor waren es noch mehr gewesen. Hunderte feuerten ihre Favoriten beim Start an der Strombergkellerei an. Wieder waren, wie maßgeschneidert auf die verschiedenen Konditionslevels, verschieden lange und aufwendige Strecken im Angebot.

In der Altstadt versammelte sich die Bönnigheimer Bevölkerung zum Anfeuern. Vor allem nahe am Schloss nahmen die Sportler noch einmal die Beine in die Hand, denn dort erwartete sie, auch das ist schon Tradition, eine Gruppe Trommler.

Zum Ende der Saison gaben engagierte Läufer aus der Region aber auch darüber hinaus noch einmal alles, um beim 16. Stromberglauf eine gute Figur zu machen. Die Organisatoren, die Abteilungsleiter Leichtathletik Markus Stahl und Rainer Langer des TSV Bönnigheim, sind geübt im Heraussuchen einer kurvenarmen Strecke. Beide Strecken, die über fünf und die über zehn Kilometer, wurden genau vermessen und bieten ihre landschaftlichen Reize am Wegesrand: die Ausläufer des Strombergs und die malerische Kulisse in der Bönnigheimer Altstadt. "Dafür lohnt es sich schon, die Laufschuhe noch einmal auszupacken", findet Renate Drechsler aus Bietigheim. Im Lauftreff hat sie monatelang geübt und ist "spätestens jeden zweiten Abend" zum Joggen gegangen.

Michael Kloiber als Moderator bringt sie alle an den Start, die jüngsten Sportler wie Seline Landsperger mit fünf Jahren und die ältesten wie Erika Krüger, 79 Jahre. Bei den Männern ist die Altersspanne kaum kleiner. Hier ist Janne Altmann mit fünf Jahren der Jüngste und Peter Greiner mit 74 Jahren der älteste, gefolgt von einer ganzen Gruppe fast Gleichaltriger.

Beim Schülerlauf gehen gleich die Erstklässler mit sechs Jahren an den Start. Bönnigheimer Schulen nutzen die Gelegenheit zum Lauf, um Ausdauer und Durchhaltevermögen zu fördern. Auf einer Strecke von zwei Kilometern, die an der Strombergkellerei beginnt und endet, machen sie ihre ersten offiziellen Laufschritte als Vorhut beim Stromberglauf. Hinter den Absperrungen stehen Daumen drückende Eltern wie Gabi Knoblauch aus Bönnigheim. Ihre Zwillinge Lena und Lara Knoblauch sind mit acht Jahren Feuer und Flamme. Über die Grundschule sind sie zum Stormberglauf gekommen und laufen unter viel Applaus in die Zielgerade ein. Rätschen kommen zum Einsatz. Rockmusik über die Lautsprecher heizt die Läufer an. "Mir würde etwas fehlen. Der Stromberglauf gehört einfach zum Herbst", finden Benjamin Trübenbach und Nik Staudenrausch von der Freiwilligen Feuerwehr. "Am besten ist der Moment, wenn man die Trommeln in der Altstadt hört", freut sich Nik Staudenrausch.

Das tolle Herbstwetter spornt zu Höchstleistungen an. Streckenrekorde werden gebrochen. Mannschaften treten an aus Firmen und Vereinen, aus Schulen und aus dem Sportgewerbe. Am Ende liegen Bönnigheimer ebenso wie Läufer aus der ganzen Region vorne.

Um die 200 Schüler waren dabei. Davon hat Jan Potthoff von der Bönnigheimer Ganerbenschule am besten abgeschnitten, gefolgt von Jannik Hermann von der LG Neckar-Enz, der Spielgemeinschaft zwischen dem TSV Bönnigheim, dem TSV Bietigheim, der Spvgg Besigheim und dem VfL Gemmrigheim. Bei den Mädchen kam Marie Weller, ebenfalls Mitglied in der LG Neckar-Enz, mit als erste ans Ziel.

Bei den Läufern im zehn Kilometer-Bereich landete Tina Noack von Sport Noack aus Ludwigsburg auf dem ersten Platz, gefolgt von Bettina Englisch vom Team g.weber.bau und Jennifer Niessner von der Gastgebern LG Neckar-Enz.

Bei den Männern machten im Zehn-Kilometer-Bereich folgende Athleten das Rennen beim Stromberglauf: Christoph Hillebrand vom SWBB Energieteam kam auf Platz eins gefolgt von Marco Lack vom ATSV Saarbrücken und Oliver Spaeth vom TV Zell.

Im Fünf-Kilometer-Bereich setzte sich Azzeddine Boudjellali vom MTV Stuttgart durch, gefolgt von Fabian Heidrich von der LG Neckar-Enz und Martin Frank vom TV Zell. Bei den Frauen lief Pia Kummer im Fünf-Kilometer-Bereich von der LG Calw als erste ins Ziel, nach ihr Justine Seyb von der LG Neckar-Enz und Emily Haar vom Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim.