Jede Menge Zuschauer säumten am Samstag den 20. Bönnigheimer Stromberglauf, bei dem über 1300 Läufer an den Start gingen. Am Strombergkeller, am Burgplatz und am Schloss war viel los und richtig gute Stimmung.

Der Stromberglauf, bekannt als Herbstklassiker schlechthin, ist für seine Strecke entlang den Weinbergen und durch die historische Altstadt besonders beliebt.

Strombergkeller: Start und Ziel

Bestenlisten-fähig ist diese Laufstrecke obendrein, weil sie offiziell vom deutschen Leichtathletikverband vermessen wurde. Start und Ziel war am Strombergkeller der Weingärtner Stromberg-Zabergäu. Dort schickten die TSV-Leichtathleten mit Unterstützung der Leichtathletikgemeinschaft Neckar-Enz, des Förderkreises Leichtathletik, der Stadt Bönnigheim mit dem Schirmherrn Bürgermeister Albrecht Dautel, und den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu 1061 Läuferinnen und Läufer im Alter von sechs bis 78 Jahren auf die Strecke. Das Motto des diesjährigen Stromberglaufs war: „Aus Freude am Laufen.“

„Bönnigheim, come on“, animierten die Moderatoren Michael Joos und Michael Kloiber die Zuschauer zum Anfeuern, was diese auch taten. Um 13.30 Uhr starteten zunächst einmal 231 Schüler. Sie wurden vom Organisator Felix Fröhlich teilweise sogar namentlich angesagt. Fröhlich musste jedoch erst einmal dafür sorgen, dass sich nicht so viele Zuschauer auf der Strecke tummeln. Baby-Jogger, Nordic-Walker, Hunde und Kopfhörer waren beim Stromberglauf verboten. Die Zeit wurde über ein Einweg-Transport-Sondersystem gemessen, das in die Startnummer integriert war.

„Hopp, hopp, hopp“, riefen die Leute hinter den Absperrbändern und empfingen die Kinder, die nach zweieinhalb Kilometern sichtlich verschwitzt waren, jubelnd und klatschend im Ziel. Stark vertreten beim Schülerlauf waren die Ganerben-Grundschule Bönnigheim, die Sophie La Roche-Realschule Bönnigheim und das Alfred-Amann-Gymnasium Bönnigheim (AAG) sowie die Schule auf dem Laiern Kirchheim am Neckar und das Hans-Grüninger Gymnasium Markgröningen.

Verdiente Stärkung

Der sechsjährige Henrik von der Schule am Laiern hatte sich seine rote Wurst verdient, nachdem er als erster seiner Altersklasse in 10:44 Minuten durchs Ziel gelaufen war.

Der Hauptlauf Richtung Michaelsberg durch die idyllischen Weinberge am Schloss vorbei ging über fünf und zehn Kilometer. Am Burgplatz spielte die Gruppe „Backcraft Pipes & Drums“ aus dem Spielzug der Bönnigheimer Feuerwehr, in Schotten-Kostümen. Thomas Weiß, Sven Möller und Gerhard Heinz bliesen die Back Pipes, eine Art Dudelsack, und Angela Böker schlug die Base Drum. Weinberg-Rätschen machten ganz schön Lärm in Bönnigheims Gassen, wo einige Anwohner ihre samstägliche Kehrwoche erledigten. „Auf geht‘s“, jagten die Zuschauer die Läufergruppen durch den Köllesturm zum Schloss, wo zwölf Trommler der Leichtathleten Kongas, eine Cajon und Kanister bearbeiteten. Trotz der Bombenstimmung ging einigen Läufern bei der letzten, leichten Steigung zurück zum Strombergkeller doch die Puste aus, aber dann marschierten sie eben ein Stück.

Während Bürgermeister Dautel mit der Startpistole beschäftigt war, liefen der Bietigheimer Bürgermeister Joachim Kölz und Peter Greiner, der mit 78 Jahren älteste Teilnehmer, den Zehn-Kilometer-Lauf mit. Kölz war zirka 45 Minuten lang unterwegs. Der Musikverein Stadtkapelle Bönnigheim stellte 34 Läufer.

Die Sieger des Stromberglaufs


Beim Zehn-Kilometer-Lauf wurde Holger Birkicht von der TG Weinsberg (36:44) Gesamtsieger, gefolgt von Tobias Pöhnl von der LG Neckar-Enz (36:49) und Christian Muth von der LBBW/BW-Bank (37:14).

Bei den Frauen auf zehn Kilometern kam Elisabeth Fladerer von der TG Victoria als Siegerin ins Ziel, Katrin Ochs von der LG Filder (40:05) als Zweite, gefolgt von Sophia Salzwedel von den Laufsportfreunden Münster.

Beim Fünf-Kilometer-Lauf der Frauen kam Marie Weller (18:44) auf Platz eins, gefolgt von Josepha Huber vom Team Silla Hopp (20:18), und Teamkollegin Amelie Viviane Gluma (20:20).

Beim Fünf-Kilometer-Lauf der Männer war Francesco Ballistreri vom TV Zell am Neckar (16:31) der Schnellste, als zweites kam Thomas Thyssen, ebenfalls vom TV Zell, (16.33) ins Ziel und Dritter wurde ihr Vereinskamerad Maximilian von Koch (17.23).

Bei den Schülern kam Florian Weber als erster ins Ziel (7:26), Daniel Britsch folgte als Zweiter (7.36) und Finn Hartmann belegte den dritten Platz (7:37).

Die schnellsten Schülerinnen waren: Nalin Domes (8:14), Mette Altmann 8:18) und Imran Tahani (8:46) auf Platz drei. hro