Spendenaktion Sternsinger sammeln 12 000 Euro

Blaubeuren / Margot Autenrieth-Kronenthaler 11.01.2019

Wir kommen daher aus dem Morgenland“ sangen die rund 75 Sternsinger und ihre Begleitern beim Abschlussgottesdienst am Dreikönigssonntag in der katholischen Pfarrkirche Maria Heimsuchung. Die schön verkleideten Kinder und Jugendliche zogen unter den festlichen Klängen der Orgel gemeinsam ein und sangen im Chor der Kirche ihre Lieder.

Pfarrer Anto Prgomet erinnerte an das Leitwort der diesjährigen Aktion „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“. Mit der Aktion sei auf die schwierige Situation von behinderten Kindern im Beispielland Peru aufmerksam gemacht worden. Behinderte würden oft aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Das sei heute noch so wie auch schon zu der Zeit als Jesu gelebt habe, führte der Geistliche aus. Jesus sei es wichtig gewesen, solche Ausgeschlossenen in die Gemeinschaft zurück zu holen. „Christus hat keine Hände als die unsrigen. Wir setzten für ihn sein Werk fort“, sagte Prgomet. „Ihr habt euch ansprechen lassen, ihr habt bezeugt, dass wir zusammen gehören“, lobte der Pfarrer die Sternsinger.

Er sprach im Namen der Gemeinde und auch der behinderten Kinder in Peru seinen Dank aus, was von spontanem Beifall der vielen Besucher im Gottesdienst bestätigt wurde. Die Sternsinger mit ihren Begleitpersonen haben in diesem Jahr zwischen zweitem Weihnachtsfeiertag und Heilige Dreikönig rund 12 000 Euro für die gute Sache eingesammelt. Damit konnten sie noch etwas die Ergebnisse der letzten Jahre steigern.

16 Sternsingergruppen waren dieses Mal dabei. Sie waren in der Kernstadt, in Gerhausen, Seißen, auf der Steigziegelhütte und in Sonderbuch unterwegs. Nuas Savelyev und Lukas Körner klingelten mit ihrer Gruppe an vier Tagen an den Häusern. Die beiden 12-Jährigen hatten viel Freude an der Aktion. „Ich bin zum zweiten Mal dabei und wir haben 1011 Euro und viele Süßigkeiten eingesammelt“, berichtete Nuas stolz. Lukas ist schon ein alter Hase in Sachen Dreikönigssingen. Bereits zum siebten Mal ist er dabei. „Ich finde es gut, wenn wir Kindern helfen können, damit es ihnen besser geht. Und die alten Leute freuen sich auch immer“, erzählte Lukas. Im nächsten Jahr wollen die beiden auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein.

Kathrin Schwaigert hatte sich mit ihren drei Kindern David (8 Jahre), Jona (6) und Rebecka (4) auf den Weg gemacht. „Das ist mein ökumenischer Beitrag“, sagte die Protestantin lachend. Sie waren an drei Nachmittagen in der Weilerhalde unterwegs. „Die Leute waren sehr großzügig. Wir sind sehr zufrieden. Das war rundum positiv“, meinte die Lehrerin. „Es macht Spaß, meine Kinder sind gerne dabei, und es vermittelt einem ein gutes Gefühl.“ Für die aktiven Sternsinger gab es nach dem Abschlussgottesdienst noch ein Dankesessen. „Schnipo kommt immer gut an“, weiß Kirchenpflegerin Andrea Jarvers und meint damit Schnitzel mit Pommes. Als Nachtisch gab es noch ein Eis und Urkunden für alle.

Älbler Sternsinger laufen für das Missionswerk, Ringinger für Bruder Stöferle

„Man braucht daheim erst mal keine Schlecksachen mehr kaufen“, sagt Nicole Mayer im Gemeindehaus von St. Brigitta in Berghülen. 21 Kinder wärmten sich dort um die Mittagszeit auf und verteilten Süßigkeiten. Drei Stunden zogen sie als Sternsinger für das Kindermissionswerk umher. „Die meisten freuen sich, wenn sie uns sehen“, sagte der neunjährige Jonas. In bunten Gewändern waren es Gruppen mit Sternträger und einer erwachsenen Begleitperson, die an den Türen klingelten. Die Kinder sangen oder sagten einen Spruch, der an die Weisen aus dem Morgenland erinnert. „Manche bieten uns etwas zu trinken an“, erzählt Maximilian, der in einer Wohnung den Wellensittich und ein Weihnachtskripple bewundern durfte.

In Berghülen liefen 21 Kinder in sechs Gruppen. Darunter sind nur drei katholisch, obwohl die Aktion katholisch ist. Das Gemeinschaftserlebnis mögen alle Kinder. Und: Insgesamt 2000 Euro kamen bisher dieses Jahr zusammen. „2018 waren es 2214 Euro“, berichtet Agathe Kast.

Die Sternsinger aus Ringingen waren dieses Jahr mit sieben Gruppen in Ringingen,  Steinenfeld und Erstetten unterwegs. Sie wurden überall freundlich empfangen und sammelten eine Spendensumme von 4226 Euro. Wie jedes Jahr werde die Sternsinger den Betrag dem Comboni-Missionar Bruder Erich Stöferle zukommen lassen, der aus Ringingen stammt und in Pretoria, Südafrika, arbeitet. C. Kirsch, A. Unsöld

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