In Asch soll in den nächsten Jahren ein Sportpark entstehen. Als ein erster Schritt auf dem Weg dahin plant der FV Asch-Sonderbuch noch in diesem Jahr, den alten Sportplatz auf der Röte für gut 42 000 Euro wieder nutzbar zu machen. Außerdem wird südlich des bestehenden Wolfgang Mann-Sportgeländes ein Beachvolleyballfeld für gut 22 000 Euro gebaut. Der Blaubeurer Gemeinderat begrüßte das Vorhaben einmütig und unterstützt es mit 40 000 Euro aus Mitteln der Dorfinnenentwicklung.

„Das Projekt fällt aus dem Rahmen“, betonte Bürgermeister Jörg Seibold. „Es steht außerhalb der klassischen Vereinsförderung.“ Grund dafür sei, dass es im Zuge des Bürgerbeteiligungsprozesses „Innenentwicklung“ entstanden ist. Ein eigener Arbeitskreis „Sport und Spiele“ befasste sich schon seit 2015 mit dem Thema und entwickelte ein langfristiges Konzept für den Sportbetrieb in Asch. „Das Projekt soll insgesamt in das Dorf wirken“, erklärte Seibold.

Blaubeurens Hauptamtsleiter Reiner Striebel hatte zuvor die Pläne des Ascher Arbeitskreises im Detail vorgestellt. Hintergrund ist, dass der FV Asch-Sonderbuch seit mehreren Jahren mit eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten zu kämpfen hat. Das führt zur Überlastung der Hauptspielfelder durch vier aktive Fußball-Teams und zwölf Jugendmannschaften und zur Nutzung des Bolzplatzes als Trainingsplatz. Außerdem hat die Volleyballabteilung nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten.

Als weitere Schritte plant der FV Asch-Sonderbuch daher mittelfristig, ein DFB-Minispielfeld zu errichten, um den Bolzplatz zu entlasten. Langfristig soll der Bolzplatz aufgelöst werden und in einem neuen Sportpark ein weiterer Trainingsplatz neben dem bestehenden Spielfeld entstehen – inklusive notwendiger Infrastruktur wie Parkplätze, Sozialräume und Umkleidekabinen.

Auch Schule profitiert

Die neuen Anlagen seien auch für den Breitensport sinnvoll und von Kindergarten und Schule gut nutzbar, ergänzte Aschs Ortsvorsteher Ernst Keßler. Die Pläne seien intensiv im Ort diskutiert und angepasst worden. Deshalb habe der Ascher Ortschaftsrat den Plänen klar zugestimmt. Entsprechend kommentierten die Stadträte das Vorhaben.

Die Förderung der Pläne sei eine Würdigung von Ehrenamt un dvielen freiwilligen Stunden im Sportverein und in der Jugendarbeit, sagte Margarete Lehle-Mack (Freie Wähler). Als Maßnahme der „Innenentwicklung“ sei auch die Höhe des Zuschusses gerechtfertig, meinte Ursula Sigloch (SPD). Martin Vonier (CDU) verwies auf die Bedeutung der Vereine für das Miteinander im Dorf und darauf, dass sie „viel Herzblut“ investieren. Frieder Bohnacker (Grüne) sprach von „sehr, sehr gut investiertem Geld“.

Die zahlreichen Zuhörer aus Asch in der Gemeinderatssitzung begrüßten die Entscheidung des Gemeinderats: „Besser hätte es gar nicht laufen können“, kommentierte Tilon Fahrner, Mitglied im Arbeitskreis Sport und Spiel und Vorstand des FV Asch-Sonderbuch.