Benefiz Regen macht es Radlern schwer

mp 31.08.2018

Der Regensturm am Vortag machte es den 119 Radlern am vergangenen Samstag sicher nicht einfacher, das Mountainbike-Rennen in Sonderbuch zu meistern. Trotzdem standen alle Teilnehmer 20 Minuten vor Beginn in freudiger Erwartung bereit. Nach Sicherheitseinweisungen und Erklärung der Spielregeln sammelten sich alle Fahrer am Startpunkt. Traditionell folgte ein Le-Mans-Start: Alle Fahrräder lagen in der Mitte des Feldes bereit und die Fahrer in einigen Meter Entfernung parallel daneben. Auf los, ging dann die wilde Hatz los.

Bergauf, bergab

Von 10 bis 16 Uhr wurde die 3,4 Kilometer lange Strecke befahren: bergauf, bergab, durch den Wald und über Wurzeln und Laub. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen kam es dieses Jahr leider zu zwei kleinen Unfällen mit leichten Verletzungen.

Die Starter traten meist in Zweier- oder Viererteams an, berichtete Michael Hemscheidt vom Lionsclub Blaubeuren/Laichingen, der die Veranstaltung organisierte. Dadurch konnten sie sich abwechseln und eine oder mehrere Pause machen. Nur eine Person des Teams musste auf der Strecke sein. Nach wie vielen Runden die Fahrer sich abwechseln, war ihnen überlassen.

Allerdings waren auch ein paar Abenteurer dabei, die als Einzelstarter radelten. Das habe  sich seit ein paar Jahren so eingebürgert, erzählte Hemscheidt weiter, sie machen dann nur Pausen zum Essen und Trinken. Allerdings steht immer der Spaß im Vordergrund, was auch der Moderator der Veranstaltung vor dem Start noch einmal betont hatte. Denn es handle sich um eine Benefizveranstaltung.

Regionale Projekte

Wie schon in vielen Jahren zuvor geht auch dieses Jahr das meiste gesammelte Geld an ein regionales Projekt. Das CJD Jugenddorf Bläsiberg in Wiesensteig, das sich unter anderem um Lernbehinderte kümmert, soll unterstützt werden. Oft wird über das gespendete Geld hinaus noch eine gemeinsame Aktivität mit dem Jugendlichen geplant, die aber auch von den Spendengeldern finanziert wird, erzählte Valerie von Königsberg, Präsidentin des Lions Clubs. Der Lions Club Blaubeuren-Laichingen veranstaltet seit etlichen Jahren das Rennen. Aber auch andere Projekte werden unterstützt, wie beispielsweise „Sport für Alle“. Das Ulmer Projekt versucht, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, sich sportlich zu betätigen, ohne finanzielle Hürden überspringen zu müssen. Weitere Spendengelder fließen in eine Patenschaft für ein Kind aus Nepal, welche dessen Ausbildung finanzieren soll. Die Spenden kamen durch eine Tombola-Verlosung zusammen. Für 1,50 Euro konnte man dabei ein Los erwerben. Auch die Teilnehmergebühr von 35 Euro floss in die Spendensumme.

Das Interesse an dem Event reichte weit über die regionale Nachbarschaft hinaus.  Es seien sogar Radler von Köln und Basel nach Sonderbuch gekommen, freute sich Michael Hemscheidt. Wichtig sei, dass das Fahrradrennen keine Massenveranstaltung sei wie vergleichbare in größeren Städten. So hätte alles einen sehr freundschaftlichen Charakter. Zum Beispiel kenne er manche Teilnehmer schon jahrelang und habe auch außerhalb der Benefizveranstaltung Kontakt zu ihnen.

Übrigens – der Termin für das Rennen im kommenden Jahr steht auch schon fest: Es wird am 24. August 2019 stattfinden.

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