Gegen 14.15 Uhr wurde die Feuerwehr zum Sammelgebäude einer Grund- und Förderschule in Blaubeuren gerufen. Zwei Jungs, im Alter von 12 und 13 Jahren, hatten in einem nahegelegenen Supermarkt eine Dose Tierabwehrspray gekauft. Gegen 14.00 Uhr testeten sie das Spray in den Toiletten und gingen anschließend in den Unterricht. Eine Lehrerin ging später auf dem Gang an den Toiletten vorbei und bemerkte einen seltsamen Gasgeruch. Die Lehrkraft verständigte die Rettungsleitstelle.

Einige Kinder erlitten Atemwegsreizungen und mussten versorgt werden. Zwei Kinder wurden bereits ins Krankenhaus gebracht, die Rede ist von insgesamt vier „Akutfällen“. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Achim Lang kann nach entsprechenden Messungen ausschließen, dass sich eine giftige Substanz ausgebreitet hat. Es liege aber etwas in der Luft, was Atemwegsreizungen hervorrufe.

Schule wurde evakuiert

Ein Chemie-Experte der Feuerwehr ist vor Ort. Einsatzkräfte hegten bereits den Verdacht, dass es sich um Pfefferspray handeln könnte. Auf Anweisung des Leitenden Notarztes wurden alle 80 Schüler und 20 Erwachsene untersucht, die sich im Gebäude aufgehalten haben.

Das Gebäude musste am Mittag von der Feuerwehr evakuiert werden. Die Klassen wurden vorübergehend in der Sporthalle untergebracht. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrleute gingen mit Messgeräten ins Gebäude. Die Straße „Auf dem Graben“ ist derzeit durch die Polizei gesperrt. Besorgte Eltern kamen zum Schulhaus, manche befürchteten angesichts der vielen Einsatzkräfte einen Terroralarm.

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