Wie schon im vergangenen Jahr wird es auch 2019 drei verkaufsoffene Sonntage in Blaubeuren geben. Das hat der Gemeinderat entschieden. Sie werden am 24. März anlässlich der Gewerbeschau Unterscheid stattfinden, am 12. Mai unter dem Motto „Mutter macht blau“ und am 10. November anlässlich des Bücherflohmarkts. Einmütig begrüßten die Ratsfraktionen die zusätzliche Möglichkeit für die Blaubeurer Geschäfte, sich zu präsentieren. Die etwas zurückhaltende Art der Zustimmung im Namen der SPD durch Stadtrat Tobias Kuhn zog allerdings die Kritik von Bürgermeister Jörg Seibold auf sich: „Ich finde, Sie als Gastronom müssten das engagierter vertreten.“ Was dann Tobias Kuhn auch tat, indem er betonte: „Wir sind froh, dass wir alle drei möglichen verkaufsoffenen Sonntage nutzen.“

Sozialarbeit bei Oberlin

Der Blaubeurer Gemeinderat hat einmütig die Evangelische Jugendhilfeeinrichtung Oberlin für weitere drei Jahre mit der Schulsozialarbeit an den städtischen Schulen beauftragt. „Das ist aus den Schulen nicht mehr wegzudenken“, kommentierte Bürgermeister Jörg Seibold. Die Mitarbeiter des Oberlin-Vereins „machen das richtig gut“, es gebe keinen Grund, die Pferde zu wechseln. Insgesamt zwei Schulsozialarbeiter-Stellen für rund 1500 Schüler in der Blautopf-Schule, der Realschule und dem Gymnasium teilen sich Martina Bollow, Michel Hermann und Amelie Henseler. Auch Grundschulen der Ortsteile nutzten die Beratung der Sozialarbeiter. Insgesamt wurden im vergangenen Schuljahr 435 Kinder und Jugendliche beraten. Die Zahl der Gefährdungseinschätzungen bei Kindern lag mit vier Fällen „erfreulicherweise weiterhin auf einem niedrigen Wert“, teilte das Rathaus mit. Einmütig lobten die Fraktionen die Arbeit der Sozialarbeiter: Man habe die „besten Erfahrungen“ mit ihnen gemacht, sagte etwa Hubert Bold (CDU).

Ziel: Günstiger Ökostrom

Um von 2020 bis 2022 günstigen Strom zu beziehen, beteiligt sich die Stadt Blaubeuren an einer sogenannten Bündelausschreibung des Gemeindetages Baden-Württemberg. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Alle städtischen Gebäude und die Straßenbeleuchtung sollen mit Ökostrom betrieben werden. Seit 2015 bestehen Verträge mit vier verschiedenen Stromanbietern, die nun gekündigt werden.