Freizeit Bunter Mix aus Irish-Folk und Schwaben-Hymne

Irish & more brachten viel Schwung ins Publikum.
Irish & more brachten viel Schwung ins Publikum. © Foto: mp
Von Margot Autenrieth-Kronenthaler 31.08.2018

Troubadix und Co gaben sich beim ersten Bardentreffen in Blaubeuren die Ehre. Und anders als beim Gallier Troubadix, musste sich niemand die Ohren zuhalten. Im Gegenteil, die Straßenmusikanten aus der weiteren Region sorgten für eine tolle Stimmung und eine gelöste, heitere Atmosphäre im Städtle. Auf vier Bühnen wechselten sich die fünfzehn Protagonisten ab.

Nach einem ausgetüftelten Plan rotierten die Musiker im Halbstundentakt zwischen der Hauptbühne am Kirchplatz, wo Instrumente und Gesang verstärkt wurden und den kleineren Bühnen vor dem Becka Beck, dem Il Gusto und im Klosterhof. Die zahlreichen Besucher schlenderten zwischen den verschiedenen Bühnen hin und her, verweilten, wo es gerade gefiel.

Für Applaus, bekanntermaßen das Brot der Künstler, und den ein oder anderen Euro im Instrumentenkoffer legten sich die Barden ins Zeug und waren mit Freude und Feuereifer bei der Sache. Georg und Heidi Müller waren eigens aus Ulm zum Bardentreffen angereist. „Wir haben jetzt alles schon zwei Mal durchgemacht und finden das einfach toll, eine rundum gelungene Veranstaltung“, lobten sie. Morgens sei es noch frisch und der Besuch eher spärlich gewesen, die herausgekommene Sonne sei das „i-Tüpfele“. „Hier gibt es eine gute Auswahl an Musikstilen, sehr abwechslungsreich, der Verstärker bleibt im Hintergrund, das ist einfach klasse“, meinte Georg Müller. „Ich finde das hier richtig kuschelig, in Ulm wird alles voll aufgedreht und es gibt nur noch Gedröhne“, klagte Heidi Müller. „Gut ist, dass die Bühnen sich gegenseitig nicht stören. Man läuft ums Eck und schon hört man wieder was anderes“, so die beiden.

Umlagerte Hauptbühne

Am meisten los war vor der Hauptbühne. Gegen Mittag waren zeitweise zwei- bis dreihundert Leute versammelt und hörten, wie Jörg Steck, Moderator, Musiker und Lebenskünstler die einzelnen Bands oder Solisten vorstellte. Der Mann mit den strammen Waden und dem lockeren Mundwerk wusste aus dem Nähkästchen zu plaudern. Der Sänger und Songwriter Rod Fritz komme etwa aus Australien, der Vater stamme aus Tasmanien und die Mutter aus Biberach. Der Liebe wegen sei der Gitarrist vor drei Jahren nach einem Deutschlandbesuch hier hängen geblieben, wusste Steck. Nun präsentierte er seine gefälligen Songs vor großem Publikum.

Tom Wolf gestand „Ein bissle nervös bin ich jetzt schon. Ich vergess gerne den Text, dafür bin ich bekannt.“ Seit seinem 14. Lebensjahr musiziert der Barde.

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