Bisingen Zweiter Standort in der Ganztagsbetreuung

Bisingen stockt die Angebote für Kinderbetreuung auf.
Bisingen stockt die Angebote für Kinderbetreuung auf. © Foto: Archiv
Bisingen / Sabine Hegele 14.06.2018
Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen in Bisingen macht Erweiterungen und Mehrkosten notwendig.

In Bisingen kann jedem Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt werden, ebenso verhält es sich in den Ortsteilen. Dabei liegt die maximal zulässige Belegung in den insgesamt fünf Kindergärten für die über Dreijährigen bei 321 – am 28. Februar dieses Jahres waren es 264; für die unter Dreijährigen liegt die maximal zulässige Belegung bei 49, zum 1. März dieses Jahres waren es 35. Für ihre Betreuung beschäftigt die Kirchspielgemeinde 53 Fachkräfte, zwei Anerkennungspraktikanten und zwei FSJ–ler. Weitere vier Fachkräfte sind in Elternzeit und weitere drei in Altersteilzeit. Die Teilzeitquote liegt bei 54,7 Prozent.

Zusammengetragen hat diese und noch sehr viel mehr Zahlen Hauptamtsleiterin Kerstin Just. Der Bisinger Gemeinderat folgte ihren Ausführungen in der Sitzung am Dienstagabend interessiert. Vor allem auch jenen zur Maßnahmenplanung im Rahmen der Fortschreibung des Bedarfsplans der Kindertageseinrichtungen. So rät die Verwaltung, um dem steigenden Bedarf an Ganztagesplätzen im Ü3-Bereich Rechnung tragen zu können, dazu, einen weiteren Ausbau in Angriff zu nehmen – in Form der Umwandlung einer VÖ-Gruppe (VÖ = verlängerter Nachmittag) in eine VÖ-GT (Ganztags)-Mischgruppe zum 1. September dieses Jahres. Und zwar in der Kita Spatzennest in Steinhofen. Dort ließen die planbaren Kinderzahlen und auch die Räumlichkeiten die Einrichtung einer solchen Gruppe zu.

Bis Juni 2020 sollte außerdem eine bauliche Erweiterung um zwei Betreuungsgruppen umgesetzt sein. Hier bieten sich nach Meinung der Verwaltung die Standorte Gutenberg oder Humboldtstraße an. In der Klausurtagung des Gemeinderats am kommenden Samstag soll darüber ausführlich gesprochen werden.

Um den Wünschen und Anregungen der Elternschaft gerecht zu werden, ist des Weiteren an eine Anpassung der Öffnungszeiten gedacht. So soll die Ganztagesbetreuung künftig nur noch mit acht oder zehn Stunden am Tag gebucht werden können. Dafür soll es künftig die Möglichkeit geben, einen verlängerten Nachmittag mit sieben Stunden, jedoch ohne Mittagessen, zu buchen. In der Betreuung der unter Dreijährigen ändert sich einzig die Umstellung von sieben- auf achtstündige Betreuung.

Damit einher geht ein Personalmehrbedarf von einer halben Stelle, das entspricht Mehrkosten von rund 25 000 Euro/Jahr. Dem stehen höhere Elternbeiträge und höhere Zuschüsse gegenüber.

Im Idealfall, hat Hauptamtsleiterin Kerstin Just errechnet, wird die Umstellung netto nur rund 13 000 Euro Mehrausgaben verursachen.

Preise fürs Essen werden angepasst

Kindertageseinrichtungen Die neuen Catering-Verträge von Apetito mit der Gemeinde Bisingen sehen höhere Preise als bisher vor: nämlich 65 statt bisher 56 Euro pro Monat (ab dem 1. September dieses Jahres).

Schulmensa Hier umfasst das Speisenangebot zwei Hauptkomponenten, eine davon vegetarisch, Salat und Dessert. Auch hier trat im März ein neuer
Catering-Vertrag mit Apetito in Kraft.
Damit einher geht eine Erhöhung des Eigenanteils für Schüler um monatlich 1,80 Euro für den Hauptgang und eine Beilage (bei der Abnahme von 15 Essen im
Monat).

Essenspreise in der Übersicht ab Schuljahresbeginn 2018/2019: Hauptgang 3,10 Euro pro Essen für Schüler, Hauptgang 4,10 Euro
pro Essen für „schul-
nahe Personen“, Beilagen 0,29 Euro pro
Portion.

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