Bisingen Wurden Imbisswagen mutwillig angezündet?

Bisingen / Stephanie Apelt 14.03.2018
Nach dem Brand dreier Hähnchenwagen Ende Februar schließt die Polizei inzwischen Brandstiftung nicht aus.

Drei Hähnchen-Verkaufswagen waren in der Nacht zum 27. Februar im Bisinger Industriegebiet Nord in Flammen aufgegangen. Auch das Betriebsgebäude wurde durch die Flammen beschädigt. Ein Brandsachverständiger hat sich den Brandort in der Otto-Hahn-Straße Ende Februar angesehen. Eindeutige Spuren für eine technische Brandursache gibt es wohl nicht. Die Polizei ermittelt daher nun auch wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Nächtlicher Alarm

Gegen 0.20 Uhr war der Alarm damals ausgelöst worden. Ein Verkaufswagen der Firma Hahn im Korb brannte lichterloh. Schnell griff das Feuer auf die beiden links und rechts daneben stehenden Imbisswagen über. Und auch das Betriebsgebäude war in akuter Gefahr. Die brennenden Wagen standen unmittelbar davor, maximal zwei Meter entfernt. Das Feuer hatte bereits das Vordach, ein Rolltor und die Fensterfront erreicht. Die Feuerwehren aus Bisingen, Wessingen, Zimmern und Thanheim verhinderten Schlimmeres.

Die drei Hähnchenwagen waren nicht mehr zu retten. Explodierende Gastanks – alle Imbisswagen sind damit ausgestattet, damit wird gegrillt – und eisige Winterkälte erschwerten die ­Löscharbeiten. Der Schaden war hoch. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Hoher Sachschaden

Eindeutige Spuren für eine ­technische Brandursache fand der Gutachter nicht. Brandstiftung wird daher mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen. „Die Gesamtumstände rücken auch eine vorsätzliche Brandlegung in den Bereich des Möglichen“, hieß es am Dienstag auf Anfrage von Seiten des ­Polizeipräsidiums Tuttlingen.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen ausgedehnt. Die Kriminalpolizei Balingen hat den Fall übernommen.

150

Tausend Euro Sachschaden verursachte der Brand laut Polizei bei der Bisinger Firma: 120 000 Euro an den Verkaufswagen, 30 000 Euro am Betriebsgebäude.

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