Bisingen Wildschäden sollen solidarisch geregelt werden

Auf Futtersuche machen Wildscheine ganze Felder platt.
Auf Futtersuche machen Wildscheine ganze Felder platt. © Foto: Ole Spata/dpa
Bisingen / Stephanie Apelt 14.02.2019
Wenn sich mal wieder Wildschweine gütlich tun: In Bisingen soll eine Wildschadenskasse eingerichtet werden.

Das Thema Wildschäden erregt die Gemüter von Jägern und Landwirten in den vergangenen Jahren zusehends. Gerade wenn es dann um den finanziellen Ausgleich geht, wird gerne gestritten.

Dabei sind es vor allem die Wildschweine, die für Aufregung sorgen. Das macht es einer Gemeinde bei der Jagdverpachtung nicht leicht. In Bisingen soll eine Wildschadenskasse für Frieden sorgen, andere Gemeinden habe diese schon erfolgreich eingeführt.

Prinzip einer Solidarkasse

In diese zahlen die Jagdpächter je Hektar Wald vier Euro und je Hektar Feld einen Euro ein. Das sind rund 6000 Euro pro Jahr. Darüber hinaus sollen 50 Prozent der regulären Pachteinnahmen in die Wildschadenskasse fließen. Das sind noch einmal rund 3000 Euro pro Jahr. Die Gemeinde steuert als „öffentlicher Interessensbeitrag“ 50 Prozent der Pachteinnahmen aus den Eigenjagdbezirken bei. Dies sind gut 1200 Euro pro Jahr. So kommen insgesamt gut 10 200 Euro im Jahr zusammen.

Mit dieser „Solidarkasse“ werden 50 Prozent der Wildschäden im Feld (nicht im Wald!) ersetzt, wenn die Antragsschwelle einer halben Jahrespacht überschritten ist.

Die Wildschadenskasse ist bei 40 000 Euro nach oben und 10 000 Euro nach unten gedeckelt.

Abgestimmt darüber werden soll bei der Jagdgenossenschaftsversammlung am 21. Februar (18 Uhr in der Hohenzollernhalle). Eingeladen sind alle Eigentümer, deren Grundstück in einer bejagbaren Fläche liegen. Ansonsten aber gilt: Es wird nicht öffentlich getagt.

Wie schon in den Jahren zuvor soll der Gemeinderat wieder – stets für sechs Jahre – die Verwaltung der Bisinger Jagdgenossenschaft übernehmen. Die Gemeinderäte zeigten sich in der Sitzung am Dienstagabend damit einverstanden.

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Jahre soll die Jagdpacht künftig betragen. Bisher waren es neun. Nach sechs Jahren kann diese von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

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