Bisingen Waldorf-Kiga derzeit nicht ausgelastet

Kinderbetreuung ist teuer. Ein vielfältiges Angebot wird geschätzt.
Kinderbetreuung ist teuer. Ein vielfältiges Angebot wird geschätzt. © Foto: Archiv
Bisingen / Stephanie Apelt 22.02.2018
Die Gemeinde Bisingen gibt mehr Geld, drängt aber auf eine bessere Belegung der Einrichtung.

Seit gut 25 Jahren gibt es einen Waldorf-Kindergarten in Wessingen. 25 Plätze für über dreijährige Kinder stehen zur Verfügung. Betreiber der Einrichtung ist der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Wessingen. Das Gebäude, in dem der Kindergarten untergebracht ist, das alte Wessinger Schulhaus, gehört der Gemeinde.

Der Waldorf-Kindergarten hat seit Beginn ein sogenanntes Gemeinde übergreifendes Einzugsgebiet, das heißt, es werden dort auch Kinder aus anderen Städten und Gemeinden aufgenommen (die Kommunen zahlen an Bisingen dafür eine Pauschale). Doch der Waldorf-Kindergarten in Wessingen hat ein Problem. Er ist nicht (mehr) wirklich ausgelastet.

Die Bisinger Gemeinderäte schätzen die besondere Einrichtung in Wessingen, diese bringe schließlich Vielfalt in die Betreuungsangebote. „Wir wollten sie und wir bezuschussen sie“, betonte Bürgermeister Roman Waizenegger. Wenn es ums Geld geht, aber wird hart gerechnet. Zumal in den vergangenen zwei Jahren gerade noch sieben Kinder aus Bisingen den Waldorf-Kindergarten besuchten, damit gerade einmal ein Drittel ausmachten.

Andreas Walter, Beauftragter des Vorstandes des Fördervereins, hatte bei seiner Bitte um mehr Zuschuss in der Gemeinderatssitzung am Dienstag daher keinen einfachen Stand. Sein Argument: Schon jetzt würde ein Platz im Waldorf-Kindergarten deutlich mehr kosten, als in einer kommunalen Einrichtung in Bisingen. Wenn es jetzt noch mehr werden würde, würde die „finanzielle Eintrittsschwelle“ noch höher werden, noch weniger Eltern ihre Kinder nach Wessingen schicken.

Die Bisinger Gemeinderäte stimmten mehrheitlich dafür, den Zuschuss für den Waldorf-Kindergarten in Wessingen aufzustocken (unterm Strich sind es 14.000 pro Jahr). Sie wollen aber genau darauf achten, ob sich die Belegungszahlen wieder verbessern.

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