Wessingen Von der Forstwirtschaft bis zum Waldbad

Moritz Meyer vor seinem Waldbad.
Moritz Meyer vor seinem Waldbad.
Wessingen / SWP 22.01.2015
Der Ortschaftsrat Wessingen befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Haushaltsplan der Gesamtgemeinde, dem Holzeinschlag, der Kinderbetreuung und dem Weg zum Waldbad.

Auch im Wessinger Ortschaftsrat war der Haushalt der Gemeinde Bisingen Thema. Nicht alles von Wessingens Wunschliste ist darin enthalten - doch der Ortschaftsrat hofft, dass "aufgehoben nicht aufgeschoben" ist.

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger stellte den Haushaltsplan für 2015 vor, der insbesondere ohne weitere Kredite auskommen will. Für den Parkplatz und die Toreinfahrt der Feuerwehr in Wessingen sind im Haushalt 8000 Euro veranschlagt. Die Turn- und Festhalle bekommt einen neuen Prallschutz und das Tor zum Lagerraum soll erneuert werden - das kostet etwa 15 000 Euro. Im Kindergarten wird der Zaun für 6000 Euro erneuert. Am Bachgeländer müssen die Hölzer ausgetauscht werden, auch hierfür sind rund 6000 Euro eingestellt.

Die Resterschließung "Kriegswies" schlägt mit gut 137 000 Euro zu Buche. Für die Resterschließung "Ober Halde" sind es noch 8000 Euro. Die Friedhofspflege durch die Lebenshilfe kostet zirka 8000 Euro. Im Schulsaal soll der Boden neu versiegelt werden - für 5500 Euro. Neue Grabfelder und Friedhofsunterhaltung kosten 7500 Euro.

Aus dem Gremium kam dann noch der Hinweis, dass man sich die Turn- und Festhalle im Rahmen einer Begehung mal genauer ansehen sollte, denn diese komme so langsam in die Jahre und es tun sich immer mehr "Baustellen" auf. Auch soll für das Bachgeländer hochwertigeres Holz verwendet werden, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Revierförster Willi Grundler berichtete über den Holzeinschlag: 2014 machte das Wetter Probleme. Deshalb habe man betschlossen, Bereiche in Bisingen liegen zu lassen, und verlegte den Holzeinschlag in den Wessinger Wald. Dort konnte man die Wege befahren und mit Seilzug das Holz zur Abfahrt an den Weg heranziehen. Man schlug rund 1538 Festmeter auf rund 28,6 Hektar ein. Es gab kaum Käferprobleme, der Holzmarkt läuft gut. Derzeit hoffe man auf Frost, um mit dem Holzeinschlag fortgefahren zu können. Für die Jahre 2014/2015 sind insgesamt 2000 Festmeter Einschlag geplant. Auch 2016/17 soll diese Menge erreicht werden. Im Schopfloch sollen 2015 noch Fichten geschlagen werden - doch dafür müssen im Vorfeld die Wege hergerichtet werden. Aus dem Gremium kam der Hinweis, dass man bei all den guten Preisen für das Holz das Waldbild nicht vernachlässigen dürfe. Zum Thema Brennholz teilte Grundler mit, dass zirka 700 Festmeter eingeschlagen werden.

Bürgermeister Waizenegger berichtete über die geplante Weiterentwicklung in der Kindertagesbetreuung. Gerade bei der Aufhebung der Einzugsbereiche befürchtete man in Wessingen, dass es zu einer hohen Belegung im Kindergarten kommen könnte. Ärgerlich wäre es, wenn dadurch ein Kind aus Wessingen keinen Platz im Wessinger Kindergarten bekommt. Man will dies jedoch durch die jährliche Fortschreibung eines Bedarfsplans in den Griff bekommen.

Die Mitglieder des Heimatvereins stellten das Projekt "Erneuerung des Weges zum Waldbad" vor. Diskutiert wurde über die Trasse, auf der der Weg zum Waldbad führen soll. An einer Stelle soll der Weg abgekürzt werden, um Kosten zu sparen. Mehrheitlich wurde der gekürzten Wegtrasse zugestimmt. Für das Zurückschneiden der Hecken entlang des Weges liegt ein Angebot über zirka 380 Euro vor. Der Rat wünschte mehrheitlich eine Kostenübernahme durch die Gemeinde. Noch zu klären ist der Übergang über den Graben - der Heimatverein will einen kleinen Steg, das Gremium möchte die überschwemmte Dole gegen eine größere auszutauschen. Die Kosten für eine neue Dole belaufen sich mit den erforderlichen Arbeiten auf rund 1000 Euro, die von der Gemeinde übernommen werden können, da der Verein die Verlegung übernehmen will. Auch soll dann gleichzeitig der Graben ausgeräumt werden.

Der Rat sprach über den Antrag, eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung der Firma Valet und Ott im Industriegebiet "Greut" zu geben. Der einzige Wermutstropfen ist die Verschmutzung der Straße bei feuchter Witterung. Hier weist man den Betreiber nochmals darauf hin, dass die Straße sauber zu halten ist. Mehrheitlich wurde dem Antrag zugestimmt.