Als langsam die Sonne unterging, wurde es am Montagabend auf der Burg Hohenzollern ganz schön schattig. Die Temperaturen fielen in den einstelligen Bereich, dazu wehte ein frischer Wind. Doch die kleine Gruppe auf der Bastei harrte aus, um sich ganz einem ungewöhnlichen Schauspiel zu widmen.

Mit zehn Watt über eine Distanz von elf Kilometern

Mit dem Laserstrahl testet die Firma LPS-Lasersysteme aus Ofterdingen eine neue Technik für einen gebündelten Lichtstrahl, der trotz der niedrigen Leistung von zehn Watt eine Distanz von elf Kilometern erreicht und seine Farbe wechseln kann. Das Unternehmen produziert seit 1993 Lasertechnik für den professionellen Veranstaltungssektor, von der Wassershow bis hin zur Pyrotechnik. Festivals mit 50 000 oder 60 000 Zuschauern gehören bei LPS in den Jahreskalender, der Lasertest von der Burg „ist etwas, was wir nicht alle Tage machen“, sagt Martina Ruff, zuständig fürs Marketing.

Technik made in Germany kommt gut an

Kunden aus Südkorea planen, ein 550 Meter hohes Bürogebäude und einen 236 Meter hohen Fernsehturm optisch miteinander zu verbinden. Technik made in Germany kommt dabei gut an.

Siggi Ruff, Inhaber der LPS-Lasersysteme, ist zufrieden: „Wir konnten durch den Laser-Test auf der Burg Hohenzollern umfangreiche Erkenntnisse sammeln in Bezug auf Laserreichweite, Divergenz und Farbverhalten.“ Doch der Teufel steckt meist im Detail. „Gemeinsam mit unseren Kunden aus Südkorea haben wir im Anschluss berechnet, wie sich die Lasersichtbarkeit durch die Lichtanteile bei Nacht samt Luftfeuchtigkeit in Seoul verhalten wird.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, wird sogar angedacht, diesen Test vor Ort in Südkorea zu wiederholen.

Polizei und Behörden waren informiert

Einen Wunsch hat Familie Ruff. Sie möchte sich bei Roland Beck bedanken, verantwortlich für PR & Medien der Burg Hohenzollern. „Seine Unterstützung trug wesentlich dazu bei, diesen Laser-Test derart durchzuführen.“ So viel Lob darf auch einmal sein. Behörden und Polizei waren über den Lasertest informiert.

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