Bisingen Teilhabe-App im Jugendforum vorgestellt

Mit einer neuen App, die im Jugendforum vorgestellt wurde, können sich Jugendliche in Bisingen zu Wort melden.
Mit einer neuen App, die im Jugendforum vorgestellt wurde, können sich Jugendliche in Bisingen zu Wort melden. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Von Jörg Wahl 13.06.2018
Teenager können ihre Wünsche und Anregungen an die Gemeinde Bisingen nun auch mit ihren Smartphones einbringen.

Zum zweiten. Jugendforum trafen sich 20 Personen, darunter auch Vertreter aus Gemeinde- und Ortschaftsräten, sowie Eveline Schilling von der Kreisjugendpflege und Uwe Bartsch vom Kinder- und Jugendbüro Haus Nazareth, in der Mensa der Grund- und Werkrealschule. Die Veranstaltung war geprägt von  regen Diskussionen.

Vor zwei Jahren ist in Bisingen das Jugendforum als Weiterentwicklung des früheren Jugendgemeinderates ins Leben gerufen worden. Den Jugendlichen bietet das Forum Möglichkeiten,  ihre Interessen zu vertreten, ihre  Ideen einzubringen und in Projektgruppen aktiv zu werden. Unterstützt werden die Jugendlichen von Paten.

Beim zweiten Jugendforum galt es zunächst, die Projekte der ersten  Zusammenkunft aufzuarbeiten. Außerdem stellte Melanie Männing die neue App für die Jugendbeteiligung „Yovo“ (your voice) vor. Mit dieser App können die Jugendlichen an kommunalen Entscheidungsprozessen teilhaben.

Wie Bürgermeister Roman Waizenegger mitteilte, wartet die Gemeinde beim Projekt „naturnahe Mountainbike-Single-Trail“ auf Thanheimer Gemarkung, noch auf die Genehmigung. Die Trasse durchlaufe ein Vogelschutzgebiet. Es gebe auch Überlegungen, einen Bikepark wie in Onstmettingen oder einen Pumptrack wie in Weilstetten anzulegen. Der Bürgermeister schlug vor, zunächst mobile Einrichtungen auszuleihen und zu testen.

Diskutiert wurde über einen WLAN-Hotspot auf dem Schulgelände. Der Gebrauch von Handys ist zwar während des Schulunterrichts verboten, aber wenn mehr Sitzgelegenheiten im Außenbereich geschaffen werden, könnte der drahtlose Internetzugänge außerhalb des Unterrichts genutzt werden. Einschränkungen und Aufsicht wären vorteilhaft, hieß es von Seiten der Gemeinde und des Jugendbüros. Hotspots gibt es bereits in der Bisinger Hohenzollernhalle und in Thanheims Vereinshalle. Sehr wichtig sei der verantwortungsvolle Umgang mit freien Internetzugängen, betonte Waizenegger, denn die Gefahren seien nicht zu unterschätzen. Vorstellbar sei ein Hotspot beim Kinder- und Jugendbüro, etwas abseits der Schulen.

Der vorgeschlagene Schulkiosk wurde bisher nicht verwirklicht. Es soll nochmals eine Umfrage gemacht werden. Stattgefunden habe die angeregte Schülerdisco. Vorgeschlagen wurde, im Schülercafé neben Süßigkeiten auch belegte Brötchen anzubieten. Aus Kostengründen wurde der Basketballplatz nicht eingezäunt. So müssen eben die Spieler mehr laufen, meinte Waizenegger. Außerdem soll ein mobiles kleines Fußballfeld ausgeliehen werden, schlug Udo Bartsch vor. Angeboten werden laut Melanie Männing in den Sommermonaten, voraussichtlich am 8. und am 11. August, Graffiti-Workshops. Die Gemeinde stellt hierzu geeignete Flächen zur Verfügung.

Zum Schluss stellte Melanie Männing die neue Teilhabe-App vor: Nach Registrierung stehen den Benutzern  Nachrichten und themenbezogene Umfragen für Wünsche, Anregungen und Kritik zur Verfügung. Die Verwaltung werde die Eingänge aufarbeiten, auswerten und an den Gemeinderat weiterleiten.