Bisingen Musikalische Abendunterhaltung im Freien

Der Musikverein Bisingen bei seiner doppelten Premiere am Samstagabend.
Der Musikverein Bisingen bei seiner doppelten Premiere am Samstagabend. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Jörg Wahl 17.07.2018

Gleich zwei Premieren durfte der Musikverein Bisingen am Samstagabend feiern. Erstmals boten die Musikerinnen und Musiker ihrem Publikum ein Serenadenkonzert im Hof des Probelokals. Außerdem musizierten Jung und Alt zusammen, nämlich das aktive Stammorchester und die Jugendkapelle. Kein Wunder, dass die Schattenplätze im neu angeschafften Festzelt begehrt waren.

Vereinschef Wolfram Dehner freute sich über die so zahlreich gekommenen Besucher, rund 150 an der Zahl. Sein Dank galt Jugendleiterin Carina Haug, von der die Idee zu diesem besonderen Konzertabend stammte.

Den Auftakt zur Sommerserenade bestritten die Bläser mit dem Marsch „Everest“ von Jacob de Haan, einer Hommage an die Stadt Chicago und an den Chef des Everest-Restaurants im 40. Stockwerk des Wolkenkratzers. Klangvolumen und harmonisches Zusammenspiel waren ebenso unverkennbar wie die Einfühlsamkeit und Leidenschaft der musizierenden Akteure.

Mit einer Liebesgeschichte aus den USA, „The Time of my Life“, setzte das große Orchester das Programm fort. Kubanische und karibische Atmosphäre schufen die Musiker bei „Danza Caribe – Caribbean Dance“ – mit gefühlvollem, sanft schwingendem rhythmischem Hintergrund, vor dem sich eine lange, fließende Melodienstruktur entwickelte. Dirigent Jürgen Frey, der die Gesamtleitung hatte, verstand es, präzise Einsätze zu geben und die einzelnen Register zu fordern.

So auch bei den beiden Stücken aus dem kürzlichen Wertungsspiel, bei dem sich die Bisinger Musiker das Prädikat „sehr gut“ verdienten: „Rock, River, Tree“ und „Hadrian’s Wall“, kunstvoll interpretiert und mit viel Applaus honoriert. Nachwuchsdirigent Julius Hauth schwang den Taktstock bei „Last Samurai“ aus der Feder des berühmten Filmmusik-Komponisten Hans Zimmer. Der hundertste Soundtrack handelte von den Geschichte des US-Offiziers Nathan Algreen, der 1870 nach Japan geschickt wurde.

Mit großer Spielfreude vorgetragen, folgte der Jazz-Klassiker „Take Five“ von Dave Brubeck. Nach der letzten Darbietung, „Desafinado“ (Verstimmt) aus dem Jahr 1958 von Antonio Carlos Jobim, forderte das Publikum eine Zugabe, die mit „Thunder“ gerne gewährt wurde.

Als Solisten traten auf: Felix Binder (Querflöte), David Koda (Saxophon) und Julius Hauth (Trompete).

Bei guter Bewirtung und sommerlichen Temperaturen verweilten die Besucher noch einige Stunden im Kreise der großen Musikerfamilie.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel