Burg Hohenzollern / Carola Lenski  Uhr
Die Burg Hohenzollern bot mit ihren Sternschnuppennächten an gleich zwei Abenden ein spektakuläres Programm. Die „Tränen des Laurentius“ waren fast zum Greifen nah.

Alljährlich im August ist der Meteoritenschauer der Perseiden am Nachthimmel zu sehen. In dieser Zeit finden auf der Burg Hohenzollern jedes Jahr die Sternschnuppennächte statt. Zahlreiche Besucher nahmen am Freitag und Samstag die Gelegenheit wahr, um auf der Burg am Firmament Ausschau nach den „Tränen des Laurentius“ zu halten. So werden die Sternschnuppen von Romantikern genannt.

Nach einem kurzen Regenschauer am Freitag, klarte der Himmel etwas auf und gab den Blick ans Firmament frei. Und tatsächlich ließen sich die Sternschnuppen blicken. Während das Naturphänomen am Himmel für Meteoritenschauer sorgte, verursachte ein fast ebenso atemberaubendes Programm im Burghof bei den Burgbesuchern Schauer. Wie die Sternschnuppen, die am nächtlichen Himmel ihre Bahn zogen, ließ auch dieses keine Wünsche offen.

Sphärische Klänge

Nach Anbruch der Dunkelheit ließ Lichtkünstler Uwe Sessler auch über die alten Burgmauern leuchtende Sterne huschen. Und nicht nur das. Zu sphärischen Klängen zauberte er zudem beeindruckende geometrische Fraktale, farbenprächtige Blumen bis hin zu Melonen in kräftigem Rot und Grün an die Burgwände. Dabei fehlten auch die überlebensgroßen Statuen der preußischen Könige nicht.

Atemberaubend, wie die Sternschnuppen selbst, war auch die Luftakrobatik des Stangenakrobaten und Comedy Artisten Noah Chorny, der an einem schwingenden Laternenmast in sechs Meter Höhe dem Publikum im Burghof eine sensationelle Präsentation bot. Das Publikum war begeistert.

In der katholischen Kapelle und auf dem Burghof begeisterte Kristallmagier Ruven Nagel das Publikum, indem er Kristallkugeln nur durch Körperbeherrschung frei über Hände und Arme rollen ließ und dies sogar mit verbundenen Augen.

Nagels „Spiel mit dem Feuer“ um Mitternacht war schließlich der atemberaubende Höhepunkt der Show. Vor dem Hintergrund fulminanter Musik wirbelte der Gauklerkönig 2012 und 2016 blitzschnell Feuerschlucker-Fackeln, riesige Funkenräder, LED-Elemente, wie das Doppellichtschwert, brillant über den tintenschwarzen Burghof. Beim feurigen Finale schien er in der Lichternacht fast mit den züngelnden Flammen zu verschmelzen. Der große Beifall, den das Publikum dem Künstler zollte, forderte mehrfach Zugaben.

Mit dabei bei den Sternschnuppennächten waren auch wieder Rolf Bitzer von der Sternwarte Zollern-Alb, Astroberater Stephan Schuhmacher und Seifenblasenclown Klausi Klücklich. Zudem sorgte eine galaktische Bastelstation im Burggarten und Kinderschminken in der Eingangshalle mit Corinna Theis geboten für Kurzweile bei den Kindern.

Bowle und Cocktails

Auch die kulinarische Versorgung war vielfältig. Im Burghof wurden zudem Bowle, Drinks und Cocktails serviert und im Kutschenstall gab es eine Sektbar des Freundeskreises der Burg Hohenzollern. Zugänglich waren auch die Schauräume und Kasematten der Burg.

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Meter hoch ist die Burg Hohenzollern gelegen. Welch besseren Standort hätte es da geben können, um die Sternschnuppen beobachten zu können?