Er ist der letzte Mann im süßen Rennen. Steffen Kunz aus Bisingen möchte bei der Sat 1-Show „Das große Backen“ Deutschlands bester Hobbybäcker werden. Fünf Runden hat der Bisinger schon erfolgreich hinter sich gebracht. Jetzt am Sonntag kommt Folge sechs. Die erste Aufgabe wird feucht-fröhlich, es geht um einen „Cocktail Cake“. In der Technischen Prüfung geht es für die Kandidaten gefühlt nach Frankreich, wo sie eine „Saint Honore“, ein kronenförmiges Gebäck, erwartet. Aufgabe drei: Zauberwürfel aus 25 Petit Fours.

Ganz schwer: der Zeitdruck und die technische Prüfung

Unser Bisinger Hobbybäcker gibt zu: „Prinzipiell die größten Herausforderungen sind der Zeitdruck und die technischen Prüfungen, da weiß man nie, was kommt.“

Für alle, die die Sendung noch nicht gesehen haben: Erst einmal dürfen die Kandidaten nach einem Rezept backen, das sie selbst eingereicht haben. Als zweites folgt besagte technische Prüfung: Da werden Rezept und Zutaten von der Jury bestimmt. Beim dritten Teil geht es um die ganz große Kreation „mit allem drum und dran“. Steffen Kunz gefällt bei der Backshow das harmonische Verhältnis der Kandidaten untereinander. Klar, jeder würde gerne den Titel holen, doch scheidet einer aus, gibt es schon mal Tränen.

Steffen Kunz hat große Pläne für die Zukunft

Steffen Kunz legt unseren Lesern die „Spinnen-Torte“ ans Herz: „Es ist eine relativ schnelle Torte mit tollem optischen Effekt.“ Und verrät: „Mit dieser Tote bin ich groß geworden. Die hat meine Mutter immer gebacken.“ Der Hobbybäcker aus Bisingen verspricht: „Die Torte kann man auf jeden Fall nachmachen. Das klappt zu 100 Prozent.“ Die Deko muss ja nicht unbedingt eine Spinne sein.

Beim Einkaufen wird Steffen Kunz inzwischen sogar schon von Fremden auf seine Backkunst angesprochen. Und auch beim verkaufsoffenen Sonntag „Bisingen live“ kann man mit ihm ins Gespräch kommen. Einfach mal in der Hohenzollernhalle vorbeischauen.

Die Idee: Küchenhelfer entwickeln und vertreiben

Backen ist Hobby, doch Steffen Kunz denkt weiter: Er möchte Küchenhelfer entwickeln und vertreiben: „Ich merke ja, was alles fehlt.“ Das könnte bei dem Bisinger in guten Fachhänden liegen: Steffen Kunz ist Entwicklungsingenieur in der Medizintechnik, er arbeitet bei Jotec in Hechingen.

Info Die sechste Folge der Sat 1-Show „Das große Backen“ läuft am Sonntag um 17.40 Uhr.

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Grosselfingen

Steffens Spinnen-Torte


Zutatenliste

Zutaten Vanille-Biskuit: 7 Eier (Größe M), 1 Päckchen Vanillezucker, 100 g Mehl, 100 g Stärke, 200 g Zucker, 1 Prise Salz
Beschwipste Marzipan-Füllung: 70 g Marzipanrohmasse, 30 g Puderzucker, 2 cl brauner Rum
Beschwipste Orangen-Marzipan-Füllung: 2/3 beschwipste Marzipan-Füllung, 10 EL Orangensaft, 2 EL Zitronensaft, 4 cl brauner Rum
Orangen-Marmeladen-Schicht: 200 g Bitter-Orangenmarmelade, ohne Stücke
Marzipandecke: 100 g Marzipanrohmasse, 50 g Puderzucker
Zuckerguss: 150 g Puderzucker, 2 EL Zitronensaft
Zartbitter-Guss: 100 g Zartbitter-Kuvertüre
Kandierte Kirschen: 16 Kirschen, frisch, 20 g Zucker, 35 ml Kirschsaft
Dekoration: 75 g Angelika Engelwurz, kandiert grün, 150 g Mandelplättchen
Zutaten Dekor-Spinne: 250 g Modellierschokolade, dunkel

Steffens Rezept

Backzeit: 30 Minuten
Temperatur: 180 °C Heißluft, unterste Schiene
Backform: 1 Springform, Ø 26 cm
Für den Vanille-Biskuit: Den Backofen vorheizen und die Backform mit Backpapier auskleiden. Die Eier trennen und das Eiweiß mit Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz aufschlagen. Eigelb verquirlen und vorsichtig unter den Eischnee heben. Mehl und Stärke mischen, über die Eiermasse sieben und alles vorsichtig unterheben. Den Teig in die Springform füllen und für etwa 30 Minuten auf der untersten Schiene backen. Den fertigen Biskuit gut auskühlen lassen und dann mit einem Tortenschneider in drei gleiche Böden schneiden.
Für die beschwipste Marzipan-Füllung: Die Marzipanrohmasse mit Puderzucker und 2 cl des braunen Rums verrühren, bis eine streichfähige Masse entsteht. 1/3 der Masse abnehmen und bis zur Weiterverarbeitung beiseite stellen.
Für die beschwipste Orangen-Marzipan-Füllung: Orangensaft mit Zitronensaft und dem Rum mischen. Die übrigen 2/3 der beschwipsten Marzipan-Füllung mit dem Orangen-Zitronen-Rum-Gemisch glatt­rühren und vorerst beiseite stellen.
Für die Orangen-Marmeladen-Schicht: Die Bitter-Orangenmarmelade kurz in einem Topf erwärmen und zeitnah weiterverarbeiten.
Für die kandierten Kirschen: Den Kirschsaft mit dem Zucker in einer Pfanne erhitzen und alles zu einem Sirup einkochen. Die frischen Kirschen vorsichtig durch die Zuckermasse ziehen und zum Abtropfen auf ein Auskühlgitter legen.
Für die Marzipandecke: Die Marzipanrohmasse mit dem Puderzucker verkneten und mit dem Nudelholz zu einer Decke ausrollen. Bis zur Weiterverarbeitung beiseite stellen.
Für den Zartbitter-Guss: Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. Aus Backpapier ein kleines Tütchen formen. Die geschmolzene Schokolade einfüllen und schnell weiterverarbeiten.
Für den Zuckerguss: Den gesiebten Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einer streichfähigen Masse verrühren und schnell weiterverarbeiten.
Für die Fertigstellung: Den ersten Biskuitboden auf der Tortenplatte platzieren und mit der beschwipsten Marzipan-Füllung bestreichen. Den zweiten Boden aufsetzen und komplett mit der beschwipsten Orangen-Marzipan-Füllung bestreichen. Den letzten Boden auflegen. Die komplette Torte mit der warmen Bitter-Orangenmarmelade bestreichen und kühlstellen.
Für die Dekoration: Die Marzipandecke glatt auf die gekühlte Torte legen und am Rand passgenau zuschneiden. Den Zuckerguss glatt auf die Marzipandecke streichen. Nun die Kuvertüre in Spiralform von der Mitte der Torte ausgehend auf den Zuckerguss aufspritzen. Mit einer flachen Messerspitze von der Mitte nach außen mehrere Linien durch Guss und Schokolade ziehen. So entsteht das typische Spinnennetzmuster. Die Mandelplättchen in einer Pfanne leicht anrösten und vorsichtig an den Rand der Torte drücken. Die kandierten Angeliken in kleine Dreiecke schneiden und mit den kandierten Kirschen gleichmäßig auf der Torte dekorieren.
Für die Dekor-Spinne: Aus der Modellierschokolade eine Spinne formen und diese nach Belieben dekorativ auf oder an der Torte drapieren.