Steinhofen Patres wirken seit 25 Jahren im Kirchspiel

Steinhofen / Jörg Wahl 05.10.2018
Gemeinsam mit der Kirchengemeinde feierten die Patres der Missionare von der Heiligen Familie ihr Jubiläum.

Seit 25 Jahren sind die Patres der Ordensgemeinschaft der Missionare von der Heiligen Familie im Kirchspiel seelsorgerisch tätig. Das Jubiläum wurde am Mittwochnachmittag mit einem festlichen Gottesdienst in der Steinhofener Kirche St. Peter und Paul begangen.

Eigens aus diesem Anlass waren 18 Patres aus ganz Deutschland, Polen, Italien, Indonesien und Madagaskar angereist. Gemeinsam mit Pater Artur Schreiber, dem Leiter der großen Kirchengemeinde Bisingen-Grosselfingen-Rangendingen, feierten sie die Messe, unterstützt von Lektorin Tatjana Oertel und 30 Ministranten. Zu Gast war der Generalobere der Ordensgemeinschaft, Edmund Michalski.

Imposanter Chorgesang

Für ein faszinierendes und imposantes Klangerlebnis sorgten die Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre aus Bisingen, Thanheim, Steinhofen, Grosselfingen und Rangendingen. Sie überzeugten, dirigiert von Reinhard Kluth, mit musikalischer Harmonie. Die Orgel spielte Walter Kästle. Musikalisch zeigten sich auch die Patres: Pater Bernhard spielte Gitarre, Pater Norbert Elektroorgel.

Pater Artur Schreiber führte in die Geschichte der Ordensgemeinschaft ein, die von Jean-Baptiste Berthier 1895 in Holland gegründet wurde. 44 Missionare seien heute weltweit seelsorgerisch unterwegs. Vor einem Vierteljahrhundert haben die Patres ihre Arbeit in der Erzdiözese Freiburg aufgenommen.  Zunächst waren sie im Kirchspiel tätig, heute kümmern sich in ganz Deutschland 20 Patres um die Weitergabe des Glaubens.

Ein Jahr habe es gedauert, meinte Pater Artur, das Jubiläum vorzubereiten. Die Feier jetzt sei zugleich Abschluss der Generalvisitation.

Die Predigt hielt der Generalobere Edmund Michalski in italienischer Sprache, Gemma Benintende übersetzte. Mit viel Mut, Idealismus und Engagement, zugleich aber auch tiefem Glauben, Treue und Verantwortung werde das Evangelium in insgesamt 24 Ländern der Erde verkündet. Der Generalobere hofft, dass es auch in Zukunft junge Menschen gebe, die dem Gottes Ruf folgen und für Kirche und Glaube einstehen. Die Gläubigen gedachten der beiden verstorbenen Patres, Georg Kallus und Christian Kampa.

Mit einem „herzliches Vergelt’s Gott“ dankte Pater Artur allen Beteiligten für die gute Organisation und die feierliche Gestaltung der Messe sowie den vielen Mitgliedern der Kirchengemeinde, die sich zu dem Jubiläum eingefunden hatten.

Ein Stehempfang vor der Steinhofener Pfarrkirche schloss sich an. Es wurden viele Hände geschüttelt und zum Jubiläum gratuliert. Eine Bilderausstellung gab Aufschluss über 25 Jahre Patres im Kirchspiel. Da wurden viele Erinnerungen wach.

Missionare von der Heiligen Familie

Die römisch-katholische Männerkongregation der Missionare von der Heiligen Familie zählt circa 950 Mitglieder (Priester und Brüder) in 24 Ländern. Sie wurde 1895 von Jean-Baptiste Berthier (1840–1908) in Grave, Holland, gegründet und erhielt 1911 die päpstliche Anerkennung. Schon drei Jahre nach dem Tod des Gründers entsandte die Kongregation Missionare in das Amazonasgebiet Brasiliens (1911), später nach Texas, Borneo (Kalimantan) und Java.

MSF ist das Ordenskürzel des lateinischen Namens der Kongregation: Missionarii a Sancta Familia.

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