Bisingen/Geislingen Schwerer Raub: Angeklagter schweigt

Seit Montag wird der Fall vor dem Hechinger Landgericht verhandelt. Am Mittwoch geht es weiter.
Seit Montag wird der Fall vor dem Hechinger Landgericht verhandelt. Am Mittwoch geht es weiter. © Foto: Pascal Tonnemacher
Bisingen/Geislingen / Rosalinde Conzelmann 10.07.2018
Wegen schweren Raubes muss sich ein 31-Jähriger vor dem Landgericht Hechingen verantworten. Der Angeklagte schweigt.

In Fußfesseln wurde der 31-jährige Angeklagte, der laut Gericht in Russland geboren wurde und deutscher Staatsbürger ist, am Montag von zwei Polizisten in den Sitzungssaal des Hechinger Landgerichtes gebracht. Unter dem Vorsitz von Vizepräsident Hannes Breucker musste sich der mutmaßliche Täter vor der ersten großen Strafkammer für drei Taten verantworten. Die Anklage lautete auf versuchten schweren Raub und schweren Raub.

Staatsanwältin Sarah Hausmann listete in den beiden Anklageschriften, die zu einer zusammengefasst worden sind, die dem 31-Jährigen zur Last gelegten Vorwürfe auf: Der Überfall auf das Spielkasino in Derendingen am 10. Januar 2017, bei der der Angeklagte 1047 Euro erbeutet haben soll; der Überfall auf die Spielothek in Bisingen am 24. Januar 2017, bei dem er ebenfalls eine Angestellte bedroht haben und Geld gefordert haben soll, dann aber unverrichteter Dinge abgezogen sei; und den Überfall auf die Geislinger Shell-Tankstelle am 6. Februar 2017. Hier sei er nicht alleine gewesen. Er und sein bislang unbekannter Komplize hätten 959 Euro und einige Stangen Zigaretten erbeutet.

In allen drei Fällen war der Täter maskiert und hatte die Angestellten mit einer Waffe bedroht.

Die Verteidigerin des Angeklagten kündigte an, dass ihr Mandant, der seit seiner Festnahme in Haft sitzt, weder Angaben zur Person noch zu den Vorwürfen machen werde. Der Vorsitzende Richter richtete das Wort direkt an den Angeklagten. Er appellierte er an den 31-Jährigen, ein Geständnis abzulegen, da ihm das Gericht die zur Last gelegten Straftaten nachweisen könne. „Ohne Geständnis erwartet Sie eine härtere Strafe“, betonte Breucker, der im Namen der ganzen Kammer sprach. Er könne ja noch bis zum nächsten Verhandlungstag am Mittwoch über diese Option nachdenken, lautete sein Schlusswort, bevor der erste Verhandlungstag nach nur 30 Minuten geschlossen wurde.

Am Mittwoch, 11. Juli, um 10.15 Uhr wird der Prozess fortgesetzt. Dann wird auch die Geislinger Tankstellenangestellte, die mit den Folgen des Überfalls schwer zu kämpfen hatte, und im Prozess als Nebenklägerin auftritt, im Zeugenstand gehört.

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