Grosselfingen Schulgelände braucht mehr Schutz

Sollte das Grosselfinger Schulgelände eingezäunt werden?
Sollte das Grosselfinger Schulgelände eingezäunt werden? © Foto: Archiv
Grosselfingen / Andrea Spatzal 08.06.2018
Das Schul­gelände in Grosselfingen ist als Treffpunkt beliebt. Das hat leider unan­genehme Folgen.

Lauschige Ecken, eine herrliche Aussicht: Die Hainburgschule in Grosselfingen liegt landschaftlich reizvoll und das sie zum Anziehungspunkt für die Dorfjugend. Der Gemeinderat hätte dafür Verständnis, wenn es nicht immer wieder zu Sachbeschädigungen und Vermüllung kommen würde. Montags sei es ganz schlimm, berichtete Kristina Staiger im Gemeinderat. Auf dem Schulgelände zeugten Zigarettenkippen, Glasscherben und andere Hinterlassenschaften von den nächtlichen Gelagen.

Die Schulleiterin sprach das Problem im Zusammenhang mit der anstehenden Gebäudesanierung an, speziell dem in diesem Zuge geplanten Notausgang. Die Planungen sehen einen Notausgang an der rückwärtigen, schlecht einsehbaren, westlichen Gebäudeseite vor. Dort ist auch der Anbau mit dem künftigen Schulrestaurant vorgesehen, über dessen Dach die Brandschutztreppe führen soll. Eine Situation, die zu Kletterpartien und „Mutproben“ förmlich einlädt, wie Kristina Staiger befürchtet. „Da habe ich Bauchweh.“

Der zweite Einwand gegen die geplante Brandschutztreppe ist, dass die Klassenräume auf zwei Ebenen angeordnet sind, die Kinder im Notfall sechs Treppenstufen überwinden müssten, um dann über das Dach ins Freie zu gelangen. Der Notausgang wäre ein „Nadelöhr“. Wenn die Schule Inklusionsschüler bekommt, wäre ein geordnetes Verlassen des Gebäudes im Brandfall wohl gar nicht mehr zu bewältigen. Deshalb, so die Schulleiterin, habe man gemeinsam mit Architektin Bettina Buk eine neue Lösung erarbeitet. Nun sollen an der Nord- und der Südseite der Schule zwei Notausgänge angelegt werden. Das ist zwar mit Mehrkosten von rund 47 000 Euro verbunden, so Bürgermeister Franz Josef Möller. „aber wir nehmen das Thema Brandschutz sehr erst“. Gemeinderat Hans-Paul Fischer sprach im Namen des ganzen Gremiums, als er feststellte: „Sicherheit ist notwendig.“ Die Umplanung samt der Mehrausgaben wurden einstimmig genehmigt.

Einen wertvollen Verbesserungsvorschlag hatte am Ende Oliver Ruff: Statt in der Mitte der Südseite sollte die Feuertreppe nach rechts über die Toiletten versetzt werden. Dadurch wirke sich die Treppe nicht störend auf die nach außen zu öffnenden Klassenzimmer aus. Die Architektin wird jetzt diese Variante ausarbeiten.

Nochmal diskutiert werden soll auch, ob das Schulgelände nach der Sanierung eingezäunt wird. Lothar Sulzer hatte den Hinweis gegeben, dass die Schule, wenn sie frisch saniert mit neuer Hardware bestückt ist, sicher noch mehr „nächtliche Besucher“ anziehen werde.

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