"Wer bist du? Flüchtlinge im Zollernalbkreis in doppelter Perspektive" ist der Titel des Podiumsgesprächs, das der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen am Dienstag, 5. Juli, um 19.30 Uhr in der Hohenzollernhalle Bisingen (großer Saal) veranstaltet.

Gesprächsteilnehmer sind Axel Leukhardt, Streetworker in der Lea Meßstetten, Jean-Claude Canoine, Arbeitskreis Asyl Balingen, Cornelia Maas, Internationale Klasse an der Alice-Salomon-Schule Hechingen, Amanuel Teklay, Flüchtling aus Eritrea, Makieh Aarabi, Flüchtling aus Syrien und Mile Nikolic, Flüchtling aus Serbien. Moderiert wird der Abend von Holger Grebe vom Verein KZ Gedenkstätten Bisingen. Das Rahmenprogramm gestalten die Schüler der Waldorfschule Frommern.

Mit dieser Veranstaltung versteht sich die Gedenkstätte nicht nur als Ort für das Gedenken an die Opfer politischen Verbrechens des Nationalsozialismus, sondern auch als Ort politisch-historischer Bildung. Der große Zustrom an Flüchtlingen (im Jahr 2015 etwa eine Million allein in Deutschland) und die bis in die Landtagswahlen hinein sichtbare Polarisierung der öffentlichen Debatte zwischen "Willkommenskultur" und "Abschottung" habe gezeigt, dass man das Thema Flüchtlinge nicht nur unter Problemaspekten sehen sollten, teilt der Verein in seiner Ankündigung mit.

Der Umgang mit Einwanderern aus anderen Kulturen, Religionen und Milieus biete für alle, die sich auf Begegnungen einlassen, vielfältige Herausforderungen, aber auch Lernerfahrungen und Bereicherung.