Kommunales Neue Technik, engagierte Schüler

Grosselfingen / Elisabeth Wolf 21.09.2017

Statt sich im Ratssaal zur Sitzung zu treffen, machten sich der Grosselfinger Gemeinderat, Bürgermeister Franz Josef Möller und die Verwaltung dieses Mal auf zu einem doch größeren Ortsrundgang. Es ging zum Hochwasserbehälter, zum Ortseingang und zur Hainburgschule.

Erster Halt war am neuen Trinkwasserhochbehälter, der  war im Juni 2017 in Betrieb genommen worden. Wassermeister Michael Raible erläuterte die technischen Details. Die Gemeinde Grosselfingen bezieht ihr Trinkwasser vom Zweckverband Wasserversorgung Hohenzollern, die Wasserleitung führt von Bisingen aus über den Bisinger Berg hinunter nach Grosselfingen. Doch der Hochbehälter in Grosselfingen war nach 50 Jahren in Betrieb doch dringend sanierungsbedürftig. Er wurde durch einen neuen ersetzt, etwa 20 Meter östlich des alten.

Mehr Wasserdruck

Der neue Hochbehälter besteht aus zwei rechteckigen Wasserkammern mit jeweils 325 Kubikmeter Volumen und einem Bedienhaus, in dem modernste Technik installiert wurde. Die Steuerungstechnik ermöglicht kontinuierliche Zu- und Auslaufmessungen, ohne dass wie bisher jeden Tag der Zählerstand abgelesen werden muss.

Durch die Erhöhung und den Neubau von 120 Meter Fallleitung können nun zudem deutlich bessere Druckverhältnisse im gesamten Grosselfinger Trinkwassernetz erreicht werden. Immerhin müssen 2100 Einwohner versorgt werden

Weiter ging es zum Ortseingang, denn diese sollen neu gestaltet werden. Die Ortstafeln sollen größer werden. Hier soll auch gleich zu sehen sein, dass das Grosselfinger Narrengericht zum immateriellen Weltkulturerbe gehört. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird darüber beraten, ob die größere Ortstafel gewünscht wird.

Dritte Station war die Hainburgschule. Als erstes wurde die neue Mensa in Augenschein genommen. Ab 26. September sollen dort die Schulkinder essen können. Bislang hatten sie das im benachbarten Kindergarten getan. Immer dienstags und donnerstags wird Mittagessen serviert, geliefert von Valeria Föl. Und das Angebot wird angenommen. Für den Dienstagstermin haben sich bereits 37 Grundschüler angemeldet, für den Donnerstag 20. Das Mensa-Angebot läuft im Rahmen der Verlässlichen Grundschule unter der Leitung des Grosselfinger Kinder- und Jugendbüros. Nach dem Essen warten verschiedene Angebote einschließlich Hausaufgabenbetreuung, auf die Kinder. Die Räumlichkeiten in der Hainburgschule wurden entsprechend umgestaltet. Für jede Klasse steht ein  Klassenzimmer und ein Lernatelier zur Verfügung.

80 Schüler, vier Klassen

In der Grosselfinger Hainburgschule werden derzeit vier Grundschulklassen mit rund 80 Kinder  unterrichtet. Als nächstes Projekt soll der Werkraum neu gestaltet werden. Auch neue Fenster und eine Erweiterung sind mittelfristig geplant. Den  Gemeinderäten gefiel, was sie sahen.

Info Der Grosselfinger Gemeinderat tagt wieder am kommenden Dienstag, 26. September, um 19 Uhr im Grosselfinger Rathaus.

Mentorenausbildung ab Klasse drei

Die Mensa in der Grosselfinger Hainburgschule geht am Dienstag, 26. September, in Betrieb. Bislang essen die Schulkinder, wie die Kindergartenkinder,  im nahen Kindergarten.

Das Kinder- und Jugendbüro nutzt die Gelegenheit, um Dritt- und Viertklässler, die das Mensaangebot wahrnehmen, zu Schulmentoren auszubilden. Ein Dutzend Kinder werden während des Mittagessens am Dienstag und Donnerstag und der anschließenden Betreuung verantwortungsvoll in den Ablauf integriert.

Ganz nach dem Motto „Schüler helfen Schüler“ werden die „Großen“ darin geschult, mit Konflikten umzugehen, Regeln zu kommunizieren und einzuhalten. Sie sollen ebenso Ansprechpartner für die jüngeren Kinder sein und diese bei alltäglichen Dingen unterstützen. In Vorbereitungskursen lernen die Grosselfinger Schulmentoren, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst besser zu reflektieren.