Fasnet Narren: Doppelstadt mit Klinikum!

Wessingen / Jörg Wahl 14.01.2018

Zusammenhalt, Kameradschaft und Harmonie zeichnen die Wessinger Gempleswatter aus. Mit diesen Tugenden haben sie auch ihre Feier zum 18. Geburtstag in der gut gefüllten Bisinger Hohenzollernhalle gestemmt. Bei ausgelassener närrischer Stimmung wurde bis tief in die Nacht hinein gefeiert.

Bevor jedoch die Halle bebte, fand noch der Zunftmeisterempfang statt, zu dem die Gemeinde und die Gempleswatterzunft gemeinsam eingeladen hatten. Die musikalische Einstimmung übernahmen die Schnorchel-Huaschter aus Hechingen in ihrer originellen hohenzollerischen Aufmachung. Narrenvater Michael Braunschweig hielt kurz Rückblick auf die 18 Jahre seit der Gründung des Vereins. Seither haben die Gempleswatter unzählige Veranstaltungen und Umzüge besucht und sich dem Fasnetbrauchtum verschrieben.

Eine Ehrung mit Dankesworten und Präsenten gab’s vom Zunftchef für die Gründungsmitglieder. Seinen Dank richtete Braunschweig auch an Bürgermeister Roman Waizenegger für die Ausrichtung des Empfangs.

Der Rathauschef selbst trug anschließend In gereimten schwäbischen Versen sein Grußwort vor. Dabei zollte er den Narren Respekt und Anerkennung. Mit Traditions^- und Kulturpflege bereicherten die Gempleswetter die Wessinger Dorfgemeinschaft und repräsentierten die Gesamtgemeinde Bisingen nach außen „mit Hand und Verstand“. Ortsvorsteher Joachim Breimesser schloss sich Waizenggers Glückwunsch an. Bei jeder Festlichkeit im Ort seien die Gempleswatter mit von der Partie.

Namens der benachbarten und befreundeten Zünfte gratulierten dann Oberbutz Christian Gieger und Thomas Roller (Butza Mäggeler) den Gempleswattern zum Geburtstag und zur Volljährigkeit. Werner Beck von den Schnorchel-Huaschtern, in Zivil Hechinger Stadt- und Kreisrat, schlug – in Anspielung auf Roman Waizenggers „Zollerstadt“-Vision vom Bisinger Neujahrsempfang – vor, dass Hechingen und Bisingen eine Doppelstadt gründen sollten, wo dann auch das Kreisklinikum gebaut werde. Die Zollerburg, so Beck, hätten die Bisinger ohnehin schon, und nun griffen sie auch noch nach dem Stadtrecht. Mit einem Gempleswatter-Schnaps wurden die Sprecher belohnt. Stellvertreter Guido Grillo und Daniela Ehrnsperger bedankten sich bei ihrem Narrenvater mit einem Geschenk. Umtrunk und Imbiss schlossen sich an.

Kurze Zeit später füllte sich auch schon die Halle, und die Jubiläumsshow nahm ihren Lauf. Nacheinander waren auf der Bühne Musik, Showtanz, Akrobatik mit Pyramiden, Menschenschaukel und vieles mehr angesagt. Im Nonstop-Verfahren traten auf: die Tanzgarde Weilheim, die Schnorchel-Huaschter aus Hechingen, die Narrenzunft Stein, die Nichthuldiger und Kirchamäus aus Bisingen, die Danemer Krawallos, die Dalbach Hexa aus Grosselfingen sowie die Flotten Hosen aus Stein, die mit ihren schweißtreibenden Kunststücken nochmals für ein Glanzlicht sorgten. Den krönenden Abschluss bildeten die Lumpenmusiker der Bisinger Daagdieab Lompa mit passenden Fasnetschlagern. Das närrische Publikum ließ sich gerne mitreißen, sang, tanzte und schunkelte zum Takt der Musik. In der Halle und der Bar ging’s hoch her. und die Stimmung riss nicht ab.

18

Jahre alt sind die Gempleswatter. Das wollte groß gefeiert sein. Die Wessinger Narren haben’s ohnehin mit den krummen Zahlen. Vor sieben Jahren feierten sie das Elfjährige.

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