Bisingen Mörder aus Bisingen kommt nicht frei

Bisingen / SWP 23.03.2013

Weil die "Rückfallgefahr sehr hoch" sei, hat der Vorsitzende Richter am Stuttgarter Landgericht, Wolfgang Hahn, die nachträgliche Sicherungsverwahrung für einen 50-jährigen Mörder und Sexualstraftäter aus Bisingen angeordnet (die HZ berichtete bereits in ihrer Ausgabe vom Donnerstag, 21. März, auf der Seite Südwestumschau).

Der Mann war 1997 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er die Freundin seiner Lebensgefährtin in Freiberg am Neckar im Kreis Ludwigsburg erstochen und verstümmelt hatte, nachdem diese seine sexuellen Annäherungen zurückgewiesen hatte. Schon zuvor hatte der frühere Hilfsarbeiter mehrmals wegen Vergewaltigung vor Gericht gestanden.

"Eine ambulante Therapie wäre völlig nutzlos", hatte Richter Wolfgang Hahn argumentiert - weil der Bisinger in der Vergangenheit seine Therapie-Unfähigkeit wiederholt unter Beweis gestellt und massiv passiven Widerstand gegen Behandlungsmöglichkeiten gezeigt habe.

Der Verteidiger des 50-Jährigen, Achim Wizemann, hatte die nachträgliche Sicherungsverwahrung seines Mandanten als grundsätzlich verfassungswidrig bewertet. Die Gefährlichkeit des Mannes sei bereits 1997 bekannt gewesen.

Der Anwalt hat bereits angekündigt, die Entscheidung des Gerichts anfechten zu wollen.