Burg Hohenzollern Mit Exponaten aus den privaten Beständen des Hauses Hohenzollern

Originalgegenstände aus Jerusalem, Bethlehem sowie Gegenstände aus Privatsammlungen werden aktuell im Torturm gezeigt. Darunter befinden sich auch Exponate aus den privaten Beständen des Hauses Hohenzollern.
Originalgegenstände aus Jerusalem, Bethlehem sowie Gegenstände aus Privatsammlungen werden aktuell im Torturm gezeigt. Darunter befinden sich auch Exponate aus den privaten Beständen des Hauses Hohenzollern. © Foto: Roland Beck
Burg Hohenzollern / hz 13.10.2018

Die evangelische Landeskirche in Württemberg, der Verein für württembergische Kirchengeschichte sowie die Burg Hohenzollern präsentieren im Torturm der Burg seit Anfang September die Sonderausstellung „Das Haus Hohenzollern und das Heilige Land – Die Reise des deutschen Kaiserpaares 1898“. Zu sehen sein wird die Ausstellung bis zum 13. Januar, täglich von 11 bis 16 Uhr.

Konzipiert wurde die Sonderausstellung zum 120. Jubiläum der Kaiserreise. Sie widmet sich dem Engagement des Hauses Preußen im Heiligen Land. Es werden Originalgegenstände aus Jerusalem, Bethlehem sowie Gegenstände aus Privatsammlungen gezeigt. Darunter befinden sich Exponate aus den privaten Beständen des Hauses Hohenzollern.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts lag Palästina als eine Provinz des weit gespannten Osmanischen Reiches am Rande des Interessengebietes der europäischen Mächte. Nur die traditionellen Schutzmächte der lateinischen und orthodoxen Christenheit, wie Frankreich und Russland, waren im Land präsent.

Durch das Engagement des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. begann im Land eine Zeit der Reformen. Er konnte die englische Königin Victoria überzeugen, in Jerusalem 1841 ein gemeinsames englisch-preußisches Bistum zu errichten. Der preußische König gründete ein Hospital, das Preußische Hospiz (das spätere Hospiz des Johanniterordens), eine wissenschaftliche Bibliothek, die erste Mädchenschule im Land und er stiftete Gelder für den Bau der ersten protestantischen Kirche in Jerusalem.

Das Engagement des Hauses Hohenzollern endete jedoch nicht mit der Stiftung dieser Institutionen. 1869 erhielt Kronprinz Friedrich Wilhelm das Grundstück des „Muristans“ (das Areal des Krankenhauses des Johanniterordens zur Zeit der Kreuzfahrer) mitten in Jerusalem vom Sultan als Geschenk. 30 Jahre lang wurden Gelder gesammelt, um dort eine deutsche evangelische Kirche zu bauen. Der Wunsch Friedrich Wilhelms IV. wurde mit der Reise des Kaiserpaares ins Heilige Land und der Einweihung der Erlöserkirche am 31. Oktober 1898 erfüllt.

Hausherr kommt zur Midissage

Die Midissage der Sonderausstellung „Das Haus Hohenzollern und das Heilige Land – Die Reise des deutschen Kaiserpaares 1898“  findet an diesem Samstag, 13. Oktober um 11.30 Uhr auf der Burg Hohenzollern statt. Nach einem  Empfang im Kutschenhof werden die Kuratoren Dr. Nurit Carmel, Dr. Jakob Eisler und Annette Schwarz-Scheuls persönlich durch die Ausstellung im Torturm führen und für offene Gespräche zur Verfügung stehen.

Hausherr Georg Friedrich Prinz von Preußen und Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe werden ebenfalls vor Ort sein.

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