Bisingen Lebewohl für die Abschlussklassen

So werden sie wohl nie wieder zusammenkommen: Die Bisinger Entlassschüler zusammen mit ihren Klassenlehrern.
So werden sie wohl nie wieder zusammenkommen: Die Bisinger Entlassschüler zusammen mit ihren Klassenlehrern. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Jörg Wahl 14.07.2018
40 Neunt- und 17 Zehntklässler der Bisinger Werkrealschule feierten ihren Abschluss in der Hohenzollernhalle.

Ihren Abschluss der Werkrealschule feierten 57 Schüler zusammen mit Eltern, Lehrern, Freunden und Verwandten. 40 Schüler haben die Hauptschulprüfung abgelegt, 17 den Werkrealschulabschluss. Ein buntes Programm in der Hohenzollernhalle sorgte für Kurzweil.

Den musikalischen Auftakt übernahm das Duo Lazarin und Ivanidis. Konrektorin Cornelia Schiele begrüßte die vielen Gäste. Durch den Abend führten Lorenz Sum, Luca Lobosco und Fatma Khalil.

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger war der erste, der den Entlassschülern gratulierte. Bildung sei enorm wichtig.  Die Schüler dürften stolz sein, ihre Leistungsbereitschaft in Tausenden von Unterrichtsstunden bewiesen zu haben. Es habe sich gelohnt. Das Zeugnis bildet die Basis für das weitere Berufsleben. Der Arbeitsmarkt sei gut, alleine im Zollernalbkreis seien momentan noch 275 Ausbildungsplätze frei. „Ihr werdet gebraucht und mit dem Abschluss in der Tasche sollten die Chancen genutzt werden“, appellierte Waizenegger an die jungen Menschen. Und natürlich höre das Lernen nie auf.

Jedem Schüler überreichte der Bürgermeister ein persönliches Schreiben sowie einen Kinogutschein.

Lustiger Wettstreit

Im lustigen Wettstreit ordneten  Schülerteams den Lehren Sprüche zu, umgekehrt die Lehrer Kinderfotos den Schülern zu.  Ein musikalischer Beitrag kam von dem Trio Fatma Khalil, Isabel Müller und Amy Schaal.

Rektorin Nicole Heyder stellte drei wichtige Fragen: Was ist Freiheit? Wart ihr denn neun beziehungsweise zehn Jahre lang gefangen? Und seid ihr ab morgen wirklich frei?

Freiheit bedeute Unabhängigkeit, die Möglichkeit eigene Entscheidungen zu treffen und letztlich zu tun, was man will. Aus  Sicht der Rektorin waren die Schüler keinesfalls viele Jahre in der Schule eingesperrt; vielmehr hätten sie gelernt, mit Freiheit umzugehen. Die ganze Schulgemeinde sowie die Eltern hätten den Lernprozess mitgetragen, weshalb ihnen Dank gebühre.

Wer frei ist, so Heyder, habe auch die Möglichkeit, Fehler zu machen. Wichtig sei es, diese wahrzunehmen, sein Verhalten zu ändern. Freiheit sei auch zu wählen, wie es nach der Werkrealschule weitergehe. Die einen beginnen eine Ausbildung, andere haben sich für die schulische Weiterbildung entschieden, wieder andere legen ein soziales Jahr ein.

Rektorin Heyder appellierte an alle ihre Schüler, rücksichtsvoll, respektvoll, tolerant und umsichtig zu bleiben. Neben der Freiheit habe jeder auch Verpflichtungen und Bindungen. Hier gelte es eine Balance zu finden. Die Schulleiterin wünschte weiterhin viel Erfolg und die nötige Portion Glück.

Die Elternbeiratsvorsitzende Silvana Haase schloss sich den Glückwünschen an. Ab nun sei noch mehr Eigenverantwortung gefragt, natürlich werde der Weg auch mal steinig werden.

Die Klassenlehrer Mathias Steck, Claudia Billet-Barfuß und Simone Koch händigten die Zeugnisse aus.

Geselliger Stehempfang

Dann hieß es nicht nur musikalisch: „Au revoir“, auf Wiedersehen. Doch bevor bei dem einen oder anderen zu viel Wehmut aufkam, sorgten Hafiza Naseer und Selin Kavas mit einer witzigen „Oscarverleihung“ für Lacher.

Ganz am Schluss hatten die Schüler das Wort. Sie bedankten sich bei den Lehrern. Ein Stehempfang schloss sich an.

Freude über Preise und Belobigungen

Preise erhielten Miriam Basara, Antje Schuldt, Fatma Khalil und Hafiza Naseer (Klasse 10), Melina Sally, Jannik Schmid und Gabriel Pavlovic (Klasse 9)

Belobigungen gab es für Heiko Voß (Klasse 10), Dominik Lazarin, Mejrem Halili, Jenny Marie Blocher, Fitore Rexha und Joline Luisa Vollmer (Klasse 9).

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