Wer bei der Fanta Spielplatz-Initiative auf einem der vorderen Plätze landet, gewinnt bares Geld, das dann in Spielgeräte investiert wird. Per Internet wird abgestimmt. Eifrig hat Zimmerns Ortsvorsteher Andreas Klausmann dafür geworben, für Zimmern zu voten.

Doch dann bekam der Ortsteil Unterstützung, die er so gar nicht brauche konnte. Jemand, der sich mit Computertechnik wohl ganz gut auskennt, startete eine automatisierten Stimmabgabe. Die Stimmen für Zimmern häuften sich plötzlich, was den anderen Teilnehmern natürlich schnell auffiel.

Die Verantwortlichen der Fanta Spielplatz-Initiative überprüften es, und gaben dann bekannt: "Nach eingehender Untersuchung des Votings beim Spielplatz Bisingen-Zimmern wurde eine technische Manipulation in Form einer automatisierten Stimmabgabe für das Projekt festgestellt." Dieses stellt eine nicht zulässige Abstimmung dar, die gegen die Teilnahmebedingungen verstößt. Mit Bedauern müssen wir den betroffenen Spielplatz mit sofortiger Wirkung leider vom weiteren Votingprozess ausschließen, da es nicht im Sinne unseres ,fair play' ist. Es soll ein Wettbewerb unter gleichen Bedingungen sein."

Es hagelte in den sozialen Netzwerken böse Kommentare gegen das kleine Zimmern, das ja nun, davon gehen wir doch mal aus, nichts dafür konnte. Ortsvorsteher Andreas Klausmann richtete sich an die "Fan-Gemeinde" der Fanta-Spielplatzinitiative: "Ich hoffe, dass nun die meisten Kommentare bezüglich Bisingen-Zimmern durch sind. Ich bin für die Bewerbung dieses Spielplatzes verantwortlich, allerdings kein häufiger Facebook-Nutzer - und vieles zu kommentieren, gefällt mir auch nicht.

Trotzdem möchte ich nun das eine oder andere an dieser Stelle richtig stellen. Ja es ist richtig, dass wir uns nicht an den Kommentaren beteiligt haben. Ich war als Verantwortlicher aber auch nicht untätig und habe mich nach dem Stimmenboom mit der Spielplatz-Initiative direkt in Verbindung gesetzt. Auch meinen versprochenen Rückruf nach Werne habe ich getätigt, allerdings wurde er nicht mehr angenommen.

Man kann es uns glauben oder nicht, keiner in Zimmern ist glücklich oder stolz über die Situation. Kam der Angriff von uns, von einem Mitbewerber, sind wir ein zufälliges Opfer von einem frustrierten Verlierer 2014, der die ganze Aktion boykottieren möchte? Wir wissen es nicht, und ich wünsche dies auch keinem der restlichen 353 Teilnehmer.

Selbstverständlich haben wir unseren Spielplatz wie alle anderen Teilnehmern mit vielen Aktionen beworben und es kommt aus meiner Sicht nicht auf die Größe einer Gemeinde an, sondern auf die Menschen im Einzugsgebiet des Spielplatzes. Da wir gut aufgestellt waren, hat sich auch lange gezeigt, da wir uns immer um einen hervorragenden zehnten Platz bewegt haben. Und darauf sind wir stolz. Für dieses Engagement möchte ich mich bei allen herzlich bedanken. Unser ,Krisenstab' wird sich für unsere Kinder etwas überlegen, denn diese sind nun die leidtragenden Verlierer. Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, dass wir aus dieser bedauerlichen Lage doch noch mit einem Erfolg für unsere Kids herausgehen."

Die Entwicklungen der letzten Tage nahmen die Macher der Fanta-Spielplatzinitiative übrigens zum Anlass, verstärkt die Votings aller Teilnehmer technisch zu überprüfen. Die bisherige Live-Übertragung des Rankings wurde ausgesetzt.

Das aktualisierte Ranking wird als Zwischenstand am Mittag des 31. Juli veröffentlicht. Nur dass Zimmern dann eben nicht mehr dabei ist.