Bisingen KZ-Ausstellung wird neu konzipiert

Bisingen / Ines Mayer 15.02.2018
Der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen lädt am 24. Februar zum „Erzähl-Café“. Dabei geht es um Planungen fürs Museum.

Nach rund 15 Jahren wird die Ausstellung im Museum in der Bisinger Kirchgasse grundlegend überarbeitet. Hierzu hat sich innerhalb des Gedenkstättenvereins ein Arbeitskreis gebildet, der eine neue Konzeption erstellt und die Inhalte der neuen Ausstellung erarbeitet.

Bei dieser Gelegenheit möchte der Gedenkstättenverein alle Bisinger bitten, sich mit  dem Verein in Verbindung zu setzen, wenn jemand noch irgendwelche Erinnerungsstücke zum KZ Bisingen, dem Ölschieferabbau, der Auflösung und Nachnutzung des Lagers, der Umbettung der Leichen und der Anlage des KZ-Friedhofs, der Baumpflanzaktion im Kuhloch und so weiter hat.

Der Verein ist dabei nicht nur an Objekten, Fotos, Briefen  und anderen Textdokumenten interessiert, sondern auch an Geschichten und Erinnerungen.

Am Samstag, 24. Februar, lädt der Gedenkstättenverein in der Zeit von 14 bis bis 17 zu einem Austausch ins Museum ein. Dabei sollen auch die neuen Luftaufnahmen gezeigt werden, die der Bisinger Verein unlängst über das Kreisarchiv erhalten hat. Es handelt sich um detailgenaue, qualitativ hochwertige Aufnahmen der amerikanischen Luftaufklärung vom Frühjahr 1945. Die Vereinsmitglieder würden sich freuen, wenn ihnen bei der Zuordnung und Deutung von Details geholfen werden könnte.

„Mut zur Erinnerung – Mut zur Verantwortung“

Das KZ Bisingen, das vom August 1944 bis April 1945 bestand, war ein Außenlager des KZ Natzweiler im Elsass. Im Rahmen des „Unternehmens Wüste“, einem späten Projekt des NS-Rüstungsministeriums, mussten KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen Ölschiefer zur Treibstoffgewinnung abbauen. In den acht Monaten seines Bestehens kamen mindestens 1187 Menschen ums Leben. Die Ausstellung im Museum in der Kirchgasse 15 in Bisingen steht unter dem Motto „Mut zur Erinnerung – Mut zur Verantwortung“.

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