Grosselfingen/Rangendingen Kommt Ausbau der L391 ab Frühjahr 2020?

Diskutierten die Pläne vor Ort (v.l.): Landrat Günther-Martin Pauli, Grosselfingens Bürgermeister Franz Josef Möller, Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier, Regierungspräisident Klaus Tappeser sowie die beiden Fachvertreter Gunther Junginger und Jan-Peter Lorenz.
Diskutierten die Pläne vor Ort (v.l.): Landrat Günther-Martin Pauli, Grosselfingens Bürgermeister Franz Josef Möller, Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier, Regierungspräisident Klaus Tappeser sowie die beiden Fachvertreter Gunther Junginger und Jan-Peter Lorenz. © Foto: Elisabeth Wolf
Grosselfingen/Rangendingen / Stephanie Apelt 31.08.2018

Treffpunkt am Donnerstagvormittag an der L 391 zwischen Grosselfingen und Rangendingen, rund 100 Meter vor der Abzweigung nach Weilheim. Von dort hat man einen guten Blick auf die Landesstraße – und sieht, woran es hakt: Die Strecke ist ein einziger Flickenteppich. Wenn es regnet, läuft das Wasser nicht mehr ordentlich ab. Tempo 50 gilt hier schon länger.

Zwei Abschnitte der L 391 wurden bis 2005 bereits gemacht, noch fehlt der mittlere. Wie es damit weitergehen soll, darüber berieten am Donnerstag vor Ort: Regierungspräsident Klaus Tappeser, Landrat Günther-Martin Pauli, Grosselfingens Bürgermeister Franz Josef Möller, sein Rangendinger Kollege Johann Widmaier, Baudirektor Gunther Junginger vom Regierungspräsidium und Jan-Peter Lorenz, Leiter des Straßenbauamtes des Zollernalbkreises.

Zu wenig Fahrzeuge

Die Planung für diesen Straßenabschnitt war schon einmal weit fortgeschritten. 1995 war auch dieser mittlere Abschnitt im Maßnahmenplan vorgesehen, in der nächsten Auflage, Version 2010, war er allerdings herausgefallen. Das lag schlicht und ergreifend an den Verkehrszahlen. 2585 Fahrzeuge in 24 Stunden waren auf der Landesstraße zwischen Grosselfingen und Rangendingen gezählt worden, im Landesdurchschnitt aber sind es auf Landesstraßen 5323, damit also mehr als doppelt so viel.

Das Planfeststellungsverfahren, das bereits lief, wurde eingestellt, die Pläne kamen tief in die Schublade des Regierungspräsidiums Tübingen.

Doch die Straße, wo sie noch nicht gemacht war, wurde ja  nicht besser. So zügig wie möglich soll nun saniert werden. Von den alten Ausbauplänen ist allerdings nichts mehr übrig. Statt, wie ursprünglich geplant, die Kurven deutlich abzuschwächen, die Strecke „gerader“ zu gestalten, so dass Autofahrer flüssiger, man könnte auch sagen schneller, fahren können, ist jetzt lediglich noch von grundlegender Sanierung, einer Erhaltung im Bestand, die Rede. Die Fachvertreter im Regierungspräsidium gingen noch mal zurück auf Los. Hier und da will man sehen, wo der Streckenverlauf ganz leicht entschärft werden könnte, große Eingriffe rechts und links der Straße soll es nicht geben.

Doch selbst die geringste Abweichung von der Straße, und wenn es nur wenige Meter sind, ruft den Naturschutz auf den Plan. Ohne sogenannten „Landschaftspflegerischen Begleitplan“ geht es nicht. Wo wird eingegriffen, wo muss eventuell an anderer Stelle ausgeglichen werden? Grundsätzlich aber hat die zuständige Behörde im Landratsamt Zollernabkreis wohl bereits ihr Okay signalisiert.

Im Regierungspräsidium ist man daher optimistisch. Bis Ende 2019 könnten alle baurechtlichen Belange genehmigt sein. Gewährt das Land dann noch die entsprechenden finanziellen Mittel, könnte der bislang noch fehlende Abschnitt zwischen Grosselfingen und Rangendingen (fast ausschließlich auf Grosselfinger Gemarkung) ab Frühjahr 2020 saniert werden. Noch vor dem Winter 2020 könnte dann der neue Belag drauf sein.

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Kilometer lang ist der mittlere Abschnitt der Landesstraße 391 zwischen Grosselfingen und Rangendingen, der bislang noch nicht saniert worden ist.

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